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Britishvolt: Batterie-Startup steht vor dem Zusammenbruch

Geplanter Standort von Britishvolt in England. © Britishvolt
Geplanter Standort von Britishvolt in England. © Britishvolt

Eigentlich erst 2019 von den aus Schweden stammenden Unternehmern Orral Nadjari und Lars Carlstrom gegründet, wollte das Startup Britishvolt eine große Nummer im europäischen Markt für E-Autos als Erzeuger von Batterien werden. In einer Gigafabrik in Northumberland im Nordwesten Großbritanniens hätten ab 2023 Akkus vom Band laufen sollen. Doch der Produktionsstart wurde immer weiter nach hinten, bis 2025, verschoben. Jetzt steht das Unternehmen offenbar vor dem Aus.

Denn wie britische Medien aktuell berichten, könnte Britishvolt bereits heute, Montag, Konkurs anmelden. Der Grund: Ein von der britischen Regierung zugesagte Investition von 100 Millionen Pfund wurde wieder zurückgezogen. Die britischen Minister sollen die Mittel zurückgezogen haben, nachdem sie laut BBC erfahren hatten, dass sie für den laufenden Betrieb verwendet werden würden – und nicht in den Ausbau des Werks. Im August ist der damalige CEO und Mitgründer Orral Nadjari bereits von seinem Posten zurück getreten.

 

Northvolt: Eine Milliarde Euro für schwedisches Batterie-Unicorn

Schwierige Wirtschaftslage

„Wir sind uns der Marktspekulationen bewusst. Wir arbeiten aktiv an mehreren möglichen Szenarien, die die erforderliche Stabilität bieten. Zum jetzigen Zeitpunkt geben wir keinen weiteren Kommentar ab“, heißt es zur Stunde seitens Britishvolt. Zuvor hatte man die Verschiebung des Produktionsstarts auf die schwierige Wirtschaftslage, „einschließlich grassierender Inflation und steigender Zinssätze“, zurückgeführt.

Im Jänner erst war die Investment-Zusage gekommen, und zwar vom Advanced Propulsion Centre’s Automotive Transformation Fund (ATF). Das Regierungsgeld hätte dazu beitragen sollen, die 3,8 Milliarden Pfund teure Fabrik zu bauen, die 3.000 Jobs hätte schaffen sollen. Das Steuergeld, so wurde damals kommuniziert, hätte Kapital von 1,7 Milliarden Pfund durch die Investoren Tritax und Abrdn (britische Versicherungsgruppe) hebeln sollen.

Bei der britischen Regierung war man wegen der potenziellen „Reindustrialisierung“ der Region von dem Projekt angetan, Britishvolt hätte eines der wichtigen Standbeine einer E-Auto-Industrie in Großbritannien werden sollen. Produziert werden hätte unter anderem für Aston Martin und Lotus werden sollen.

Dass der Aufbau von Gigafabriken enorme Ressourcen benötigt, zeigt das Beispiel Northvolt in Schweden. Das schwedische Tech-Unicorn hat sich seit der Gründung 2016 mehr als 7 Milliarden Dollar an Investitionen besorgt.

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