Porträt

ChabaDoo: EduTech aus Oberösterreich will „Wikipedia fürs Lernen“ werden

Das Team von chabaDoo © chabaDoo
Das Team von chabaDoo © chabaDoo

Der EduTech-Sektor ist in Österreich für Startups momentan sehr erfolgsversprechend, kommt mit GoStudent immerhin das zweite heimische Unicorn aus diesem Bereich. Während das Scale-up eine Plattform für Nachhilfe bietet, hat das Startup chabaDoo aus Oberösterreich dagegen einen noch mehr universalen Anspruch. Die 2018 gegründete Jungfirma will nämlich eine Online-Plattform für eigenverantwortliches, individualisiertes Lernen, die alle möglichen Themen aufgreifen und Schulen, Universitäten sowie Unternehmen ansprechen soll.

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„Medium Buch ist nicht mehr zeitgemäß“

Laut chabaDoo-Mitgründer Gerald Eckerstorfer soll es sich bei der Plattform um eine Art „Wikipedia fürs Lernen“ handeln. Eckerstorfer hat selbst langjährige Erfahrung in der Schulentwicklung, während sein Mitgründer Markus Fischer aus dem Gebiet der Bildungsverlage kommt. Als Experten für den Bildungsbereich kennen die beiden auch dessen Mängel. „Die bestehende Bildungslandschaft ist durch das traditionelle Medium Buch nicht mehr zeitgemäß. Die Anpassung an dynamische Entwicklungen – vor allem in der IT – ist noch viel zu rudimentär. Wir wollten Lernenden ein Tool zur Verfügung stellen, das ihnen in Zukunft in der Praxis wirklich hilft“, erklärt Gerald Eckerstorfer.

Die von den Gründern selbst entwickelte Plattform soll es Schulen, Bildungseinrichtungen und Firmen ermöglichen, mittels eigenem Designer-Tool selbst Lernmaterialien zu erstellen. Dabei entscheiden die User:innen, wie sie ihre Einheiten gestalten. Alle Anwender:innen sollen die Inhalte dann aufrufen können. Sie können dabei zu allen möglichen Themen Lerninhalte erstellen können. Laut Eckerstorfer ist die Erstellung von Inhalten dank eines übersichtlichen Systems sehr leicht zu erlernen. Die Informationen lassen sich nämlich in Waben anordnen, durch die Lernende leicht den Überblick behalten.

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Wabensystem macht Orientierung einfach

Die Waben sollen künftig auch durch Künstliche Intelligenz als eine Lernstrecke angeordnet sein. Das System bewertet bald die Inhalte, die sich User:innen schon angesehen haben, und zeigt ihnen dementsprechend neue Waben an, durch die sie ihr Wissen vertiefen können.

Anders als bei anderen Plattformen wie Wikipedia soll chabaDoo nicht einfach nur Wissen speichern, sondern es auch wirklich erklären. „Alle sollen sich dank unserer Plattform Wissen aneignen können, in ihrem Tempo, digital und ortsunabhängig“, so der chabaDoo-Mitgründer. Das vermittelte Wissen kann sich an Einsteiger:innen, aber auch an Fortgeschrittene und erfahrene Personen richten. Auch können die Lehrenden an bestimmten Punkten den Lernerfolg abprüfen. Bestehen die Nutzer:innen hier, können sie tiefer in die Materie einsteigen.

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ChabaDoo-Plattform an 60 Schulen im Einsatz

Nicht nur können einzelne Personen mit chabaDoo lernen. Auch Unternehmen können dadurch ihre Mitarbeiter:innen weiterbilden. Kostenpflichtig ist der Zugang erst, wenn die User:innen Lernmanagement-Features benötigen oder Organisationen wie Klassen, Teams und Abteilungen nötig sind. Die Gebühr richtet sich bei Firmen danach, wie viele Nutzer:innen an diesem Lernkreis beteiligt sind. Für Schulen bietet das Startup dagegen einen Sonderpreis von 30 Euro pro Jahr für jede:n Schüler:in. Bei Organisationen führt das Team von chabaDoo auch einen Qualitäts- und Faktencheck durch.

Mit seinem Konzept konnte chabaDoo bereits erste Erfolge feiern. 60 Schulen in Österreich nutzen bereits die Plattform. Auch beteiligt sich die EF Grossnigg Finanzberatung und Treuhandgesellschaft bei dem Startup. Außerdem hat die Jungfirma bereits zwei Mal das FFG Basisprogramm absolviert. In Zukunft will die Jungfirma diese weiter ausbauen. Ebenfalls steht eine Expansion in den ganzen DACH-Raum vor. Für Deutschland gibt es hierfür bereits einen Vertriebspartner. Außerdem bereitet chabaDoo momentan eine Finanzierungsrunde vor.

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