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DevTernity: Konferenz nach Skandal um Fake-Profile zu weiblichen Speakern abgesagt

Keine DevTernity in Lettland: Die Software-Konferenz wurde nun offiziell abgesagt. Erst am Montag war aufgekommen, dass Fake-Profile genutzt worden sein sollen, um den Frauenanteil höher aussehen zu lassen (wir haben berichtet). Mehrere Führungskräfte aus der Tech-Branche sollen nach Aufkommen des Skandals ihre Teilnahme an der Veranstaltung zurückgezogen haben. Nun folgt das Aus.

Gedachter „Platzhalter“

Für bis zu 870 US-Dollar wurden Tickets für die DevTernity verkauft; Geld, das nun zurücküberwiesen werden muss. Einige „hochrangige Führungskräfte aus der Entwicklergemeinschaft“ sollen sich laut Bloomberg schon vor der Absage von der Veranstaltung zurückgezogen haben. Die Bestätigung der Absage folgte auf dem Fuß, der Organisator bestätigte das Ende mittlerweile – auch wenn es seiner Meinung nach so aussehe, „als ob jemand die Konferenz absichtlich beschädigen wollte“. Vielmehr habe er ein Fake-Profil „automatisch“ erstellt, nachdem eine weibliche Rednerin die Konferenz abgesagt hatte. Dabei habe es sich aber um einen „Platzhalter“ gehandelt, der nicht dazu gedacht gewesen sei, eine vielfältigere Konferenz zu suggerieren. Später entfernte er das gefälschte Profil.

DevTernity: Veranstalter geht in die Offensive

Ganz glücklich scheint er mit der Entwicklung nicht zu sein, auf X (vormals Twitter) lässt Sizovs seinem Ärger freien Lauf. Unter anderem schreibt er: „Ich sagte, es sei ein Fehler, ein Bug, der sich als Funktion herausstellte. Ich habe das sogar auf meiner Website korrigiert! Wir sind cool? Neeeeein, wir wollen Blut sehen! Lasst uns diesen Sünder streichen! […] Die Menge an Hass und Lynchjustiz, die ich erhalte, ist so, als hätte ich jemanden betrogen oder getötet. Aber ich werde mich nicht verteidigen, weil ich mich nicht schuldig fühle. Ich habe nichts Schreckliches getan, für das ich mich entschuldigen müsste. Die Konferenz hat immer gehalten, was sie versprach. Sie ist ein großartiges, integratives Ereignis. […] Wenn der Mob hinter dir her ist, bist du allein. Also, lass es sein. Ich werde weiterhin eine tolle Konferenz veranstalten. Mit allen Rednern, mit der Hälfte der Redner, oder ich spreche in allen Tracks allein und verliere meine Stimme. Aber die Veranstaltung wird ein Knaller werden. Wie immer. Ich werde sterben, während ich großartige Arbeit leiste. Aber der Mob wird mich nicht umbringen.“

Fake-Profile mit System?

Laut Gergely Orosz, der die Ungereimtheiten Anfang dieser Woche aufdeckte, soll es aber auch auf Rednerlisten von künftigen und früheren Veranstaltungen Fake-Profile gegeben haben. Fast die Hälfte der 23 Redner:innen, die noch auf der Website der Veranstaltung aufgeführt waren, sollen ihre Teilnahme an der Konferenz bereits vor der Absage zurückgezogen haben.

DevTernity: Kritik an Fake-Profilen zu weiblichen Speakern bei Tech-Event

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