KI

Die Zukunft der generativen KI wird nicht kostenlos sein

Immer mehr Tech-Unternehmen sehen die Einführung von KI-unterstützter Technologie in ihre bestehenden Produkte als zusätzliche Erlösquelle. © Canva
Immer mehr Tech-Unternehmen sehen die Einführung von KI-unterstützter Technologie in ihre bestehenden Produkte als zusätzliche Erlösquelle. © Canva

Viele beliebte Internetdienste stehen uns seit Jahren gratis zur Verfügung. Wir bezahlen sie mit Klicks, Aufmerksamkeit und Daten – aber nur einige von ihnen verlangen tatsächlich Geld. Mit der Ära der generativen KI könnte sich das ändern, denn die großen Tech-Unternehmen suchen nach neuen Einnahmequellen und Expert:innen stufen GenAI als teurer im Betrieb und potenziell wertvoller ein.

Unsere bezahlte KI-Zukunft

Die goldene Ära des kostenlosen Internet-Geschäftsmodells brachte viele Vorteile und unglaublichen Reichtum mit sich, aber auch viele Widersprüche und Probleme. So ist die  Google-Suche bis heute für User:innen kostenlos. Man hat lediglich ab und zu auf Anzeigen zu klicken und erlaubt den Unternehmen damit, Berge von Daten zu sammeln, um sie für die gezielte Werbung zu nutzen. Auch Facebook explodierte 2009, als es plötzlich die Möglichkeit gab, sich online mit seinen Freunden zu vernetzen – und damit wurde die Werbelawine der sozialen Medien eingeläutet. Dann ist da noch YouTube, das auch lange Zeit ohne Premium-Dienst dafür durch einen freien Wettbewerb funktionierte. Mit den jüngsten Entwicklungen von KI-Modellen steuern wir auf eine neue Technologiewelle zu. Viele der Produkte und Dienstleistungen sind oft sehr kostenintensiv, sodass wir uns dieses Mal wohl darauf einstellen sollten, zu bezahlen.

Abo-Modelle als mögliche Option

Amazons sprachgesteuerter Dienst „Alexa” ist ein gutes Beispiel dafür. Die Technologie, auf der Alexa basiert, wurde immer kostenlos angeboten. Jetzt arbeitet das Unternehmen an einer überarbeiteten Version, die auf einem neuen großen Sprachmodell basieren soll. Die Neuauflage wird wohl den Namen „Remarkable Alexa“ tragen und nur mit einem kostenpflichtigen Abonnement erhältlich sein, wie der Business Insider berichtete. Auch Google, dessen Online-Dienste, abgesehen von den erweiterten Speicherkapazitäten der Cloud, stets kostenlos waren, erwägt User:innen für einige seiner neuen KI-Angebote zur Kasse zu bitten. Künstliche Intelligenz ist laut dem Google-CEO Sundar Pichai eine Möglichkeit, die Suchmaschine und weitere Google-Dienste in den nächsten Jahren weiterzuentwickeln. Er könne sich Abo-Modelle als möglichen Weg vorstellen. Indizien, dass die fortgeschrittene Version von Googles „Bard-Chatbot” etwas kosten wird, sind im Umlauf – Trending Topics berichtete

„Bard Advanced”: Next Level für Googles Large Language Model

Darum könnten generative KI-Angebote von Anfang an kostenpflichtig sein

Die breiten Internetdienste wie Suchmaschinen oder WhatsApp werden wohl auch in der Zukunft noch kostenlos nutzbar sein. Dazu gesellen sich ohnehin schon kostenpflichtige Abonnement-Dienste wie Spotify, Netflix oder YouTube Premium. GenAI ist grundsätzlich teuer im Betrieb und potenziell wertvoller als andere Angebote. Allein die erforderlichen Grafikprozessoren sollen mehrere tausend Dollar kosten und benötigt werden ebenso tausende dieser Chips.

Ein Grund, weshalb generative KI-Dienste direkt auf ein Pay-Modell setzen, könnte darin liegen, dass Werbeanzeigen vermutlich nicht mehr so gut funktionieren werden. Wenn KI-Chatbots den Nutzer:innen in Zukunft direkte Antworten geben, bleibt eventuell kaum Platz für Anzeigen. Im Extremfall wird die beste generative KI-Technologie eine einzige Antwort geben und damit gänzlich auf Anzeigen verzichten – im Unterschied zu Google, das durch Werbung in den letzten Jahren enorme Gewinne erzielt hat. 

Druck auf große Tech-Unternehmen

Einer der wichtigsten Gründe für die kostenpflichtige KI-Zukunft darin liegt, dass die Technologieunternehmen unter Druck stehen, ein Umsatzwachstum und hohe Gewinnmargen zu erzielen – vor allem, weil die Werbeausgaben rückläufig sind. In der Vergangenheit wurden in Krisenzeiten Mitarbeiter:innen entlassen. Jetzt könnten Tech-Unternehmen gezielt nach neuen Einnahmequellen suchen, um verlangsamtes Wachstum zu vermeiden und Anleger:innen bei Laune zu halten. Sind die neuen generativen KI-Dienste also gut genug, um Nutzer:innen zum Bezahlen zu animieren, werden sich die Tech-Unternehmen diese Möglichkeit nicht entgehen lassen. 

OpenAI: AI wird neue Jobs schaffen. CEOs: Nope, wir werden Jobs wegen AI kürzen.

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