Gratwanderung

HalloSophia: Linzer Startup integriert GPT-3.5 in Berater:innen-Plattform

© HalloSophia / Canva
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Stripe, Klarna, Bitpanda, GoStudent, ja selbst die wertvollste Bank der Welt, JPMorgan, arbeiten daran: die Integration von KI-Sprachmodellen wie ChatGPT in ihre bestehenden Online-Services. Das Linzer Startup HalloSophia, das sich in den letzten Jahren als Vermittlungsplattform für Berater:innen positionierte, ist nun eine der ersten österreichischen Jungfirmen, die das AI-Modell von OpenAI in der Version GPT-3.5 in seine eigenen Services integriert hat.

Wer auf der Startseite von eine Anfrage in das Textfeld tippt und auf „Enter“ klickt, der springt auch sofort in einen Chat mit dem bekannten KI-Bot von OpenAI. Neben einer Antwort, die eher allgemein die Anfrage beantwortet, werden passend zum Bedarf des Users mögliche Berater:innen, die bereits auf der Plattform gelistet sind, vorgeschlagen. So soll man schnell und einfach die richtigen Ansprechpersonen zu Themen wie Förderungen, Unternehmensentwicklung, Steuern, Marketing oder ESG-Themen finden.

Das Geschäftsmodell von HalloSphia ist die Bereitstellung von Buchung, Abhaltung der Beratungseinheiten und Bezahlung für digitale Beratungsleistungen, die im Bereich „Microadvisory“ (also Kurzberatungsprojekte) angesiedelt sind. Außerdem gibt es eine White-Label-Lösung für Beratungsfirmen. Ende 2022 holte sich das Linzer Startup in einer Finanzierungsrunde 1,4 Mio. Euro.

HalloSophia: Linzer Firmenberatungs-Plattform sammelt 1,4 Mio. Euro ein

SophiaAI soll auch Berater:innen unterstützen

Getauft wurde die Chatbot-Integration konsequenterweise SophiaAI. Dabei ist HalloSophia rund um CEO Markus Waghubinger, CEO der dahinter stehenden finothek GmbH, auch auf die Limitierungen von ChatGPT angewiesen. So gibt es etwa keine Antworten auf Fragen zu sehr aktuellen Themen wie etwa die kommenden Gesellschaftsrechtsform FlexKap, die vor wenigen Tagen konkretisiert wurde (mehr dazu hier). Für HalloSophia ist die AI-Integration auch ein Mittel, um Nutzer:innen zum Anlegen eines Accounts zu bringen. Nach mehreren Fragen wird man schließlich gebeten, den Login zu machen, um weiter mit ChatGPT schreiben zu können.

Künftig sollen also Updates und eigene Erweiterungen „Schritt für Schritt“ dazukommen, so CEO Waghubinger. In einem ersten Schritt wurde GPT-3.5 mit der eigenen UX und den eigenen Daten verzahnt, außerdem gibt es eigene System-Prompts damit sich SophiaAI anders verhält als das bekannte ChatGPT.

Für HalloSophia ist die Integration AI-Chatbots sicher eine Gratwanderung – schließlich könnte man auch meinen, dass diese die Berater:innen mittelfristig sogar ersetzen könnten.  „Das primäre Ziel der KI-Integration von HalloSophia ist es, die Lücke zwischen automatisierten digitalen Interaktionen und individueller Kommunikation zwischen Berater:innen und Kund:innen zu schließen. Auf diese Weise stellt die Plattform sicher, dass die Beratungen den Rat suchenden Personen den maximalen Nutzen bringen. In zukünftigen Iterationen wird SophiaAI die Berater:innen auch bei administrativen Aufgaben unterstützen, so dass sie sich stärker auf ihre Kernberatungsleistungen konzentrieren können und gleichzeitig ihre Gemeinkosten senken“, heißt es seitens des Unternehmens.

HalloSophia: Wie das Linzer Startup das „Airbnb für Firmenberatung“ werden will

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