Porträt

Holloid: Wiener Startup will Mikroskopie revolutionieren

Das Holloid-Team © Holloid
Das Holloid-Team © Holloid

Mikrobiologie ist ein wissenschaftliches Feld, das großes Potenzial für Neuheiten in verschiedenen Bereichen bietet, darunter die Medizin, aber auch Lebensmittel und Umweltanalysen. Sie ist jedoch auch sehr komplex, Schätzungen zufolge sind nur etwa 0,001 Prozent aller Mikroorganismen erforscht. Analysen sind außerdem oft äußerst zeitaufwändig. Ein Startup, das den Bereich der mikrobiologischen Analyse automatisieren will, ist Holloid aus Wien. Diese in diesem Jahr offiziell gestartete Jungfirma bietet holographische Mikroskopie zur Echtzeit-3D-Bildgebung.

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Holloid „ermöglicht beispiellose Einblicke“

Es handelt sich bei Holloid um ein Spin-off der Boku Wien. Peter van Oostrum, Mitgründer und CTO des Startups, beschäftigt sich schon seit rund zehn Jahren mit der grafischen Mikrobiologie. Sein Ziel ist es, die Mikroskopie zu revolutionieren und die Effizienz bei Analysen deutlich zu erhöhen. Gemeinsam mit CEO Marcus Lebesmühlbacher, Pinar Frank und Erik Reimhult hat er die Jungfirma ins Leben gerufen. Das Team hat selbst eine Hardware-Lösung entwickelt, die durch Künstliche Intelligenz unterstützt wird.

„Unser dezentrales Inline-Monitoring für Produktionsanlagen ermöglicht beispiellose Einblicke. Das erhöht die Sicherheit von Lebensmitteln und anderen Produkten, reduziert Abfall, beugt Ausfallzeiten vor und steigert die Effizienz in der Verarbeitung. Zielmärkte sind Lebensmittel, Pharma, Kosmetik, Industrie, Energie, Kommunal- und Umweltdienstleistungen“, erklärt Marcus Lebesmühlbacher. Die holographische Mikroskopie von Holloid ermöglicht ihm zufolge automatische Messungen von hunderttausenden individuellen Bakterien, Algen, Hefen, Mikroplastik und anderen Partikeln.

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Blutprobe künftig in 20 Minuten auswerten

Das Startup hat eine große Zukunftsvision: In etwa zehn Jahren soll es möglich sein, im Krankenhaus mit einer Blutprobe innerhalb von nur 20 Minuten ein verlässliches Resultat zu erhalten. Dieses Szenario soll durch die automatisierte Mikroskop-Analyse realistisch sein. Doch bevor es in die Medizin geht, wo langwierige Zertifizierungsprozesse anstehen, will sich Holloid vorerst auf Bereiche wie Lebensmittel oder Umweltmonitoring konzentrieren.

Mit dem Mikroskop-Gerät von Holloid soll es möglich sein, automatisch Proben zu nehmen und diese auszuwerten. Die Hardware gibt es bereits, doch das Team ist noch dabei, die dazu gehörende KI mittels Machine Learning zu entwickeln. Mit einer zunehmenden Sammlung an Daten soll die KI immer mehr Anwendungsfälle erschließen können. Das Jungunternehmen will die Hardware in Zukunft verkaufen und mit einem SaaS-Monatsabonnement verknüpfen. Durch sie sollen Effizienzgewinne von rund zehn Prozent möglich sein.

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Startup kann hohe Fördersummen vorweisen

Die Jungfirma widmet sich stark dem Thema der Nachhaltigkeit. So soll die Mikroskopie bei der effizienten Produktion von alternativen Proteinen dienen, ebenso wie der Erforschung der Umwelt. Holloid hat bereits mehrere Förderungen eingesammelt, darunter vom aws und der FFG. Insgesamt beläuft sich die Summe aller Förderungen auf etwa 500.000 Euro. Außerdem befindet sich das Startup derzeit in Gesprächen für ein erstes VC-Investment.

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