Consumerism

Klimakrisen-Kolumne: Die vielen Probleme mit dem Shopping-Kick

Wien im Sommer - seit Jahren zu warm. Das bestätigt auch der Klimaschutzbericht. © Photo by Jacek Dylag on Unsplash
Wien im Sommer - seit Jahren zu warm. Das bestätigt auch der Klimaschutzbericht. © Photo by Jacek Dylag on Unsplash

Schlechte Laune? Eine anstrengende Woche im Job gehabt? Eine Runde Shoppen gehen und alles ist wieder gut. Oder?

Shoppen steht auf der Liste der Freizeitbeschäftigungen ganz oben, viele können dem riesigen Angebot in Einkaufszentren oder -straßen nur schwer widerstehen. Und so geben wir immer mehr Geld aus für Dinge, die wir eigentlich nicht brauchen, haben aber in unserer schnelllebigen Zeit immer weniger Muße zum Konsumieren.

Ein kurzer Hormonausstoß

Eine Greenpeace-Studie aus dem Jahr 2017 ergab, dass Shopping seinen eigentlichen Sinn verloren hat, nämlich einkaufen zu gehen, weil etwas gebraucht wird. Heute gehen wir shoppen, um Stress abzubauen, die Laune aufzubessern oder einfach als Zeitvertreib. Leider hält das gute Gefühl nach einer Shoppingtour meist nicht lange an: Das Einkaufen gibt zwar einen Kick, der sich als Hormonausstoß im Hirn nachweisen lässt, diese Euphorie schwindet jedoch oft noch am selben Tag. Zurück bleibt Katerstimmung: Etwa 60 Prozent der Befragten in Deutschland fühlten sich nach dem Einkaufen ausgelaugt.

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Bleibende Erinnerungen schaffen

Das Problem dabei: Mit jedem Produkt, das wir kaufen, verbrauchen wir wertvolle Ressourcen. Die meisten konventionell erzeugten Produkte werden zudem unter ausbeuterischen Bedingungen hergestellt. Nachhaltiger ist es daher, so wenig wie möglich zu kaufen – oder sich einen Konzertbesuch zu gönnen, wie Forscher der Cornell University herausfanden: Wir tun uns eher etwas Gutes, wenn wir uns mit unserem Geld Erlebnisse und bleibende Erinnerungen schaffen. Wer sich oft Gegenstände kauft, neigt dazu, sich mit anderen zu vergleichen und Spontankäufe später zu bereuen.

Bei einer Umfrage in meinem Bekanntenkreis darüber, was ein gutes Leben ausmacht, waren denn auch die häufigsten Antworten: Zeit mit der Familie und mit Freunden. Ausflüge in die Natur, Sport, Bewegung. Bücher, Kino, tanzen. Shoppen gehörte nicht dazu. Wenn wir einen Schritt weiter denken, wird klar: In einem sinnerfüllten Leben, zu dem im besten Fall ein Beruf gehört, der uns ausfüllt und unseren Werten entspricht, wird das Shoppen nebensächlich. Womit wir bei der banalen Fragen wären: Was macht mich wirklich glücklich?

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