Energiewende

Klimaschutz: Deutschland will weltweit führende Wasserstoff-Nation werden

Wasserstoff, Tanken
© Hyundai

Die deutsche Bundesregierung sieht Wasserstoff als „Schlüsselrohstoff für eine erfolgreiche Energiewende“ und hat sich eine Strategie verordnet, die Deutschland zur weltweit führenden Wasserstoff-Nation machen soll. Das Land sieht darin eine Chance, deutsche Kernbranchen wie Stahl- und Chemieindustrie oder die Automobilbranche umweltfreundlicher aufzustellen.

Um Wasserstoff „zu einem zentralen Geschäftsfeld der deutschen Exportwirtschaft“ zu machen, hat die deutsche Regierung einen eigenen Nationalen Wasserstoffrat berufen, der sich um die Umsetzung kümmern soll. „Die Nationale Wasserstoffstrategie wird Deutschland doppelten Schub verleihen – für den Klimaschutz und für die nachhaltige Erholung unserer Wirtschaft nach der Corona-Krise. Grüner Wasserstoff bietet uns die Chance, Klimaschutz in den Bereichen voranzubringen, wo wir bisher noch keine Lösungen hatten, zum Beispiel in der Stahlindustrie oder im Flugverkehr“, so die deutsche Bundesumweltministerin Svenja Schulze.

Herausforderung grüner Wasserstoff

Mit Wasserstoff kann Strom gespeichert und transportiert werden – zwei Bereiche, die für den Umstieg auf erneuerbare Energiequellen und für deren industrielle Nutzung enorm wichtig sind. Doch um Wasserstoff auch im Sinne der Klimaverträglichkeit einsetzen zu können, muss er auch grün produziert werden. Derzeit wird Wasserstoff aber hauptsächlich aus fossilen Energieträgern hergestellt. Grünen Wasserstoff kann man mittels Elektrolyse aus grünem Strom CO2-frei hergestellt werden. Dafür braucht es enorme Energiemengen, was grünen Wasserstoff zu einer teuren Option macht.

Energiezukunft: Dezentrale Speicherung von Strom und grüner Wasserstoff

Fördermillionen und eine Anlage in Marokko

Deutschland setzt bei seiner neuen Wasserstoffstrategie voll auf eine grüne Produktion, wie in einer Aussendung betont wird. „Wer Ja sagt zu Wasserstoff, muss auch Ja sagen zu Windenergie. Für grünen Wasserstoff brauchen wir zusätzlichen grünen Strom. Deswegen müssen und werden wir die erneuerbaren Energien konsequent ausbauen“, so Schulze. Bis 2023 sollen zusätzlich 310 Millionen Euro an Fördermitteln für Forschungsprojekte im Bereich grüner Wasserstoff locker gemacht werden. Für die Produktion will Deutschland mit Ländern in Afrika zusammenarbeiten, „da hier die Sonne nahezu unbegrenzt scheint“, sagt der Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Gerd Müller, in Hinblick auf den hohen Bedarf an erneuerbarer Energie. Eine erste industrielle Anlage für grünen Wasserstoff entstehe gerade in Marokko.

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