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Ladungssicherung: Der WilsonGuide will die Schrumpffolie ersetzen

Peter Wilson und Birgit Fuhrmann glauben an den WilsonGuide. © PULS 4_Gerry Frank
Peter Wilson und Birgit Fuhrmann glauben an den WilsonGuide. © PULS 4_Gerry Frank

Bei der Ladungssicherung bei Lkw-Transporten wurde bisher fast ausschließlich auf Schrumpffolie gesetzt. Auch Peter Wilson kam in seiner Zeit als Lkw-Fahrer fast täglich damit in Berührung. Der gebürtige Nigerianer hat selbst zehn Jahre lang bei einer Spedition gearbeitet und will die Ladungssicherung nun nachhaltiger machen. Seine Idee: der WilsonGuide.

WilsonGuide soll sich genauso schnell montieren lassen wie Schrumpffolie

Für die Sicherung eines handelsüblichen Rollcontainers braucht man ungefähr zehn Meter Stretchfolie, in einen Lkw passen rund 50 solcher Ladeeinheiten. 500 Meter Schrumpffolie – von der Fläche her entspricht das rund einem halben Fußballfeld – werden so nach jeder Lieferung entsorgt. Das System von WilsonGuide lässt sich allerdings wiederverwenden. Dabei wird die Ladung durch Polycarbonat-Platten gesichert, die durch ein Klippsystem zusammengehalten werden. Die Platten sind langlebig und robust, sollte irgendein Teil kaputtgehen, kann es einfach ausgetauscht werden.

Dabei soll sich die Ladungssicherung mit WilsonGuide ähnlich schnell abwickeln lassen wie mit den Plastikbahnen. Zwei Minuten 20 brauche man laut Wilson, um einen Rollcontainer so zu sichern, da sei die Zeit, die benötigt wird, um die Folien zu entsorgen, aber noch nicht eingerechnet. Ähnlich schnell lasse sich die Ladung aber auch mit dem WilsonGuide sichern. Mit dem Vorteil, dass man abertausende Tonnen Plastikmüll vermeidet. Zudem sei der Wilsonguide relativ einfach zu bauen und könne daher in integrativen Betrieben hergestellt werden.

Startup noch in den Kinderschuhen

Die Idee steckt aber noch in den Kinderschuhen, bis auf ein Vorführmodell des WilsonGuides gibt es noch keine produzierten Mengen. Zusammen mit seiner Ehefrau Birgit Fuhrmann will Wilson die Idee allerdings umsetzen, das Ehepaar ist bereits in Gesprächen mit einem großen Spediteur. Dieser findet die Idee an sich zwar gut, das Geschäftsmodell der beiden sei aber noch zu wenig ausgereift.

Zudem stellt sich auch die Frage, ob der WilsonGuide gegenüber der Schrumpffolie um so viel umweltfreundlicher ist, wie angegeben. Die Stretch-Folien sind nämlich per Gesetz biologisch abbaubar und verrotten daher mit der Zeit. Dennoch brauche es Rohstoffe und Energie, um dieses Einwegprodukt herzustellen, so Fuhrmann. Allein deshalb sei der WilsonGuide schon besser für die Umwelt.

Der WilsonGuide ist am 12. April auch in der Sendung „2 Minuten 2 Millionen“ auf Puls4 zu sehen.

 

 

 

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