Zahlen

MicroStrategy: Herbe Verluste für den größten börsennotierten Bitcoin-Käufer

MicroStrategy-CEO Michael J. Saylor © Michael J. Saylor
MicroStrategy-CEO Michael J. Saylor © Michael J. Saylor

Das Unternehmen eines der bekanntesten Bitcoin-Jünger muss im ersten Quartal einen ordentlich Rückschlag hinnehmen: MicroStrategy rund um Gründer und CEO Michael Saylor berichtet seinen Shareholdern für das erste Quartal 2022 eine 170 Millionen Dollar große Wertminderung wegen der Bitcoin-Investments des Unternehmens. MicroStrategy hat im Laufe der vergangenen 2 Jahre insgesamt rund 129.200 BTC zugekauft – und die fallenden Kurse der Kryptowährung belasten nun die Bilanz massiv.

Saylor, berühmt geworden für seine Bitcoin-Tweets (Kostprobe: „#Bitcoin is a swarm of cyber hornets serving the goddess of wisdom, feeding on the fire of truth, exponentially growing ever smarter, faster, and stronger behind a wall of encrypted energy.“), hat sich 2020 dazu entschieden, sein Software-Unternehmen zum größten Bitcoin-Investor der Welt zu machen. Sein Arguemtn war immer, BTC als Inflationsschutz einzusetzen. MicroStrategy ist noch vor Tesla und Block von Jack Dorsey tatsächlich die Firma weltweit, die die meisten BTC besitzt.

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Preisverfall bei BTC

Zum 31. März waren die BTC-Bestände von MicroStrategy 5,893 Milliarden Dollar wert. Durch den Preisverfall von BTC seither sind das mit heutigen Stand nur mehr 4,957 Milliarden Dollar. Das zeigt sehr deutlich, wie Saylor sein Unternehmen dem immer noch stark schwankenden BTC-Preis ausgeliefert hat. Gab es 2021 eine Boom-Phase, hat sich das 2022 bisher ins Gegenteil gekehrt. Durch die Zinswende in den USA (und bald auch der EU) haben auch die Kurse von Krypto-Assets (ähnlich wie Tech-Aktien) gelitten.

Parallel dazu musste MicroStrategy im ersten Quartal 2022 von einem Rückgang beim Gesamtumsatz sowie von einem deutlichen Rückgang bei den Produktlizenzen, die Kund:innen für die Software des Unternehmens bezahlen. Insgesamt summierte sich der Verlust in Q1 auf etwa 155 Millionen Dollar. Dass MicroStrategy erstmals auch die BTC-Schwankungen in seine Bilanzzahlen inkludieren muss, hat die US-Börsenaufsicht SEC von dem Unternehmen verlangt.

Im direkten Vergleich zum Bitcoin-Kurs sieht man auch, dass die Microstrategy-Aktie dieses Jahr viel stärker verloren hat als der BTC-Kurs selbst (-19 vs. -39 Prozent). Als Software-Unternehmen wird Saylors Unternehmen doppelt getroffen – sowohl von der schlechten Stimmung am Markt für Tech-Aktien als auch an der durchwachsenen Kursentwicklung bei Bitcoin.

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