EY-Studie

Österreichs Startups sammeln 2021 mehr als 1,2 Milliarden Euro ein

© Robert Anasch on Unsplash
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Österreichische Startups erhielten 2021 mehr frisches Kapital als je zuvor. Laut dem neuen Startup Barometer von EY flossen insgesamt 1,23 Milliarden Euro an heimische Jungunternehmen mit Hauptsitz in Österreich. Damit ist dieser Wert fast fünf Mal so hoch wie im Vorjahreszeitraum. Der Hauptgrund für diese Entwicklung sind natürlich die beiden Unicorns GoStudent und Bitpanda. Sie konnten gemeinsam 652 Millionen Euro und damit mehr als die Hälfte des gesamten Investitionskapitals lukrieren.

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Rekordjahr für Österreichs Startups

„Das Startup Jahr 2021 in Österreich lässt sich gut mit einem Wort zusammenfassen: Rekord“, sagt Florian Haas, Leiter des Startup-Ökosystems bei EY Österreich. Mit insgesamt fünf im Jahr 2021 abgeschlossenen Runden belegen Bitpanda und GoStudent auch vier der Top-10-Plätze der größten Finanzierungsrunden. Die größte Transaktion in Österreich war eine Finanzspritze von 226 Millionen Euro für das FinTech Bitpanda, das mit einer weiteren Finanzierungsrunde in der Höhe von 141 Millionen Euro neben Rang 1 auch Rang 3 belegt. Auf Platz 2 rangiert das EduTech-Unternehmen GoStudent mit einer Finanzierungsrunde in der Höhe von 205 Millionen Euro.

Die Anzahl der Finanzierungsrunden für österreichische Startups ist 2021 jedoch um rund 20 Prozent von 153 auf 122 zurückgegangen. Dieser Rückgang bei gleichzeitig sprunghaftem Anstieg des Volumens bedeute, dass die Finanzierungsrunden deutlich größer wurden. Das durchschnittliche Volumen der Deals hat sich im Vergleich zu 2020 von 4,5 Millionen Euro auf zwölf Millionen Euro fast verdreifacht. Rechnet man die Runden für Bitpanda und GoStudent in beiden Jahren heraus, ergibt sich immer noch eine Verdopplung von drei Millionen auf sechs Millionen Euro. Die Anzahl der Finanzierungsrunden mit einem Volumen von mindestens einer Millionen Euro hat sich 2021 von 29 auf 63 mehr als verdoppelt.

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Noch immer viel Luft nach oben

Laut Haas ist der Finanzierungsboom eine Kombination aus mehreren Faktoren. Einer davon ist eine hohe Liquidität auf dem Markt, ein weiterer eine günstige globale Großwetterlage. Außerdem bestehe eine große Nachfrage nach disruptiven Geschäftsmodellen, insbesondere in den Bereichen Nachhaltigkeit und Digitalisierung. Trotz der positiven Entwicklung in Österreich gebe es aber noch viel Potenzial. Im Vergleich zu den Top-Standorten für Startups seien die Bewertungen österreichischer Startups noch immer eher niedrig.

„Für den Standort Österreich ist es essenziell, das positive Momentum in Hinblick auf Startups und Gründer:innen in einen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil umzumünzen“, sagt Haas. Es sei wichtig, das Unternehmertum attraktiver zu machen und die Rahmenbedingungen für Gründer:innen, Investor:innen und Mitarbeiter:innen zu verbessern. Große Erfolgsaussichten würde laut EY das momentan diskutierte Gründer:innen-Paket bieten.

„In Bezug auf die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, insbesondere für Startups, sind vor allem die Erleichterung und Digitalisierung von Unternehmensgründungen, vereinfachte Verfahren zur Anstellung von Fachkräften aus dem Ausland, mehr und steuerlich attraktive Möglichkeiten zur Unternehmensbeteiligung von Mitarbeiter:innen und bessere Anreize für private und institutionelle Risikokapital-Investitionen in Unternehmen zentral. Mit den richtigen Rahmenbedingungen ist auch im internationalen Wettbewerb noch viel mehr möglich“, erklärt Haas.

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