Geld

Oxfam-Studie: Reiche haben Vermögen seit 2020 mehr als verdoppelt

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Oxfam veröffentlichte heute eine Studie vor dem Weltwirtschaftsforum in Davos, die zeigt, dass die fünf reichsten Männer der Welt ihr Vermögen seit 2020 mehr als verdoppelt haben. In derselben Zeitspanne sind die ärmsten 60 Prozent der Bevölkerung, rund 4,77 Milliarden Menschen, ärmer geworden und haben insgesamt 20 Milliarden Dollar an Vermögen verloren.

Laut Oxfam-Daten haben die Top-Fünf-Milliardäre seit 2020 im Durchschnitt 14 Millionen US-Dollar pro Stunde verdient, wobei ihr Gesamtvermögen von 405 Milliarden Dollar auf 869 Milliarden Dollar angestiegen ist. Alle Milliardär:innen konnten ihr Vermögen im gleichen Zeitraum um 3,3 Billionen US-Dollar steigern. Das Gesamtvermögen der fünf reichsten Deutschen wuchs dem Bericht zufolge seit 2020 inflationsbereinigt um rund drei Viertel oder 73,85 Prozent, von etwa 89 auf etwa 155 Milliarden US-Dollar.

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Forderung nach Besteuerung

Zu Beginn des Weltwirtschaftsforums in Davos setzt sich die Organisation für alternative Besteuerungsmodelle ein. Denn die soziale Ungleichheit hat sich weltweit weiter verschärft.

Oxfam befürwortet die Einführung von Steuern in Höhe von zwei Prozent auf Vermögen über fünf Millionen US-Dollar, drei Prozent auf Vermögen über 50 Millionen US-Dollar und fünf Prozent auf Vermögen, die eine Milliarde US-Dollar überschreiten.

Schätzungen von Oxfam zufolge könnten allein in Deutschland auf diese Weise jährlich 93,6 Milliarden US-Dollar generiert werden. Dies würde lediglich etwas mehr als 200,000 Menschen betreffen, was nur 0,24 Prozent der Bevölkerung ausmacht.

Weltwirtschaftsforum in Davos

Oxfam legte die Studie Inequality Inc. zu Beginn des Weltwirtschaftsforums in Davos vor. „Wir brauchen eine Besteuerung hoher Vermögen, damit auch die Superreichen ihren gerechten Beitrag zum Gemeinwohl leisten“, sagte die geschäftsführende Vorstandsvorsitzende von Oxfam Deutschland, Serap Altinisik.

Das Weltwirtschaftsforum findet vom 15. bis 19. Januar in Davos in der Schweiz statt. Die fünftägige Konferenz erwartet 2.800 Teilnehmer:innen, darunter über 60 Staats- und Regierungschefs. Auf der Agenda stehen Themen wie der russische Angriff in der Ukraine, der Konflikt zwischen Israel und der Hamas sowie die Klimakrise, steigende Lebenshaltungskosten und Herausforderungen durch Künstliche Intelligenz.

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