Nachhaltige Luftfahrt

Rolls-Royce und easyJet testen Wasserstoff-Flugzeugtriebwerk

easyJet: Wasserstoff-Kooperation mit Rolls-Royce © easyJet
easyJet: Wasserstoff-Kooperation mit Rolls-Royce © easyJet

Um Flüge in Zukunft nachhaltiger zu machen, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Neben elektrisch betriebenen Flugzeugen gelten auch mit grünem Wasserstoff angetriebene Gefährte als vielversprechende Lösung. Nun haben der britische Autohersteller Rolls-Royce und die Fluggesellschaft easyJet in letzterem Bereich einen erfolgreichen Test absolviert, berichtet Reuters. Die beiden Firmen haben ein Wasserstoff-Flugzeugtriebwerk getestet, es soll sich um eine Weltpremiere in der Luftfahrt handeln.

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Rolls-Royce hat Triebwerk umgebaut

Der Bodentest, bei dem ein umgebautes Rolls-Royce AE 2100-A Regionalflugzeug-Triebwerk zum Einsatz kam, verwendete grünen Wasserstoff aus Wind- und Wasserkraft. Rolls-Royce und sein Testprogramm-Partner easyJet wollen beweisen, dass Wasserstoff sicher und effizient Energie für zivile Flugzeugtriebwerke liefern kann. Sie planen bereits eine zweite Reihe von Tests. Wasserstoff ist eine von mehreren konkurrierenden Technologien, die der Luftfahrtindustrie dabei helfen könnten, ihr Ziel zu erreichen, bis zum Jahr 2050 netto emissionsfrei zu werden.

„Dieser erfolgreiche Wasserstofftest ist ein aufregender Meilenstein. Wir verschieben die Grenzen des technisch Machbaren, um die Möglichkeiten von klimaneutralem Wasserstoff auszuloten, denn sie könnten dazu beitragen, die Zukunft des Fliegens neu zu gestalten“, sagt Grazia Vittadini, Chief Technology Officer bei Rolls-Royce.

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Auch Airbus testet Wasserstoff-Technologie

Nicht nur easyJet experimentiert mit Wasserstoff-Technologie. Auch der Flugzeughersteller Airbus hat hier schon erste Schritte gesetzt und arbeitet mit dem französisch-amerikanischen Triebwerkshersteller CFM International zusammen, um die Antriebstechnologie zu testen.

Im Februar teilte Airbus mit, dass eine speziell angepasste Version eines Triebwerks der aktuellen Generation am Heck eines A380-Superjumbo-Testflugzeugs geplant ist. Doch laut Airbus werden gewöhnliche Düsentriebwerke bis mindestens 2050 im Einsatz sein. Eine Umstellung auf Wasserstoff würde eine völlige Umgestaltung der Flugzeugzellen und der Infrastruktur auf den Flughäfen erfordern.

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E-Triebwerke und nachhaltiger Kraftstoff als Alternativen

Zu den anderen Technologien, die Unternehmen wie Rolls-Royce unterstützen, gehören elektrische Triebwerke, die sich zunächst für Kurzstreckenflüge eignen würden, und nachhaltiger Flugkraftstoff. Bereits in Betrieb befindliche Triebwerke können auch eine Mischung aus nachhaltigem Flugkraftstoff und herkömmlichen Kraftstoffen verwenden. Jedoch wird der nachhaltige Kraftstoff derzeit nur in winzigen Mengen hergestellt. Es wird sich zeigen, ob die Luftfahrt mit Technologien wie grünem Wasserstoff wirklich die Emissionen drastisch reduzieren kann.

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