Series B

Tier Mobility: Berliner E-Scooter-Startup holt noch einmal 40 Millionen Dollar

Mitarbeiter von Tier Mobility am Werken. © Tier Mobility
Mitarbeiter von Tier Mobility am Werken. © Tier Mobility

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Der Kampf um den -E-Scooter-Markt verschlingt viel Geld. Das Berliner Startup hat seine Series B-Finanzierungsrunde auf über 100 Millionen Dollar erhöht und somit noch einmal 40 Millionen Dollar an Bord geholt. Im Oktober 2019 waren es schon einmal wie berichtet 60 Millionen Dollar. Zu den bestehenden Investoren (Mubadala Capital, Goodwater Capital, die AXA-Versicherung, Speedinvest, Northzone Evli Growth Partners, u.a.) sind RTP Global (Moskau/New York), Novator (London) und eine weitere, nicht benannte US-Risikokapitalgesellschaft dazu gekommen.

„Die zusätzlichen Mittel werden in Forschung und Entwicklung investiert, um die Effizienz und die Fahrzeugentwicklung weiter voranzutreiben“, heißt es seitens Tier Mobility. „Das Kapital wird daneben auch zur weiteren Aufbau des Managementteams, zur Durchführung von M&A-Aktivitäten und zur Erweiterung der Fahrzeugflotte verwendet, um mehr Menschen und mehr Städte in ganz Europa nachhaltige Mobilität anbieten zu können.“

Weitere Übernahmen geplant

Interessant dabei sind zwei Dinge: Einerseits der Fokus auf R&D. Denn Tier Mobility will sich auf öko trimmen und hat dazu neue Scooter mit austauschbaren Batterien eingeführt. Der Zweck: Die Fahrgeräte müssen so nicht zum Aufladen eingesammelt werden, sondern Service-Mitarbeiter können die leeren Akkus auf der Straße gegen volle austauschen. Andererseits sind es M&A-Aktivitäten, die angestrebt werden. Die Berliner haben kürzlich erst still und heimlich Pushme Bikes aus Großbritannien übernommen – das Team ist auf austauschbare Batterien und andere Hardware spezialisiert.

Mittlerweile ist auch nicht mehr nur von E-Scootern die Rede, sondern generell von Elektro-Kleinfahrzeugen. Möglich also, dass es in der App bald auch andere Fahrgeräte zum Leihen gibt, etwa E-Fahrräder. Kürzlich hat Bird aus den USA einen direkten Konkurrenten von Tier, nämlich Circ, aufgekauft. Der schnell entstandene Markt konsolidiert sich zunehmend. “Ich denke, es werden nächsten Sommer noch drei oder vier da sein”, sagte Mitgründer Lawrence Leuschner Ende 2019. Außerdem sehen sich die Roller-Sharer auch mit neuen Regulierungen konfrontiert.

In Wien, der ersten Stadt von Tier Mobility, werden im April neue Regeln für den Betrieb eingeführt. Diese sehen unter anderem eingeschränkte Parkmöglichkeiten, Beschränkungen für die Roller pro Bezirk, Geschwindigkeitsbeschränkungen und Sperrgebiete vor (Trending Topics berichtete).

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