Gastro

Vollpension: Neue Getränke-Flatrate im Social Café

© Vollpension
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Es ist eine Idee, aus der Not der Corona-Krise heraus geboren – aber eine, die länger überlebt hat als nur einige Monate. Im Sommer 2020 startete die Wiener Kaffeehaus-Firma Vollpension, berühmt als Arbeitsplatz für Pensionist:innen, mit einer Flatrate. Damals begann man, den Kund:innen um 10 Euro pro Stunde Tee, Kaffee und Haus-Limonaden sowie ein Stück Kuchen zu verkaufen.

Das Modell hat sich offenbar bewährt und ist immer noch im Einsatz. Weil aber nicht alle Besucher:innen auch Kuchen essen möchten, gibt es nun eine neue Flatrate, in der nur die Getränke beinhaltet sind. 30 Minuten Getränke-Flatrate kosten 6,90 Euro, inkludiert sind hausgemachter Bio-Eistee, Zitronenkracherl, Soda und jeder Kaffee, Tee und Kakao. Für jede angebrochenen weiteren 30 Minuten kommen zusätzlich 5,90 Euro dazu. Bedeutet: 60 Minuten Getränke-Flatrate kosten 12,90 Euro, 90 Minuten kommen auf 18,70 Euro.

Damit kommt die Vollpension vor allem jenen Besucher:innen entgegen, die nur kurz auf ein oder mehrere Getränke ins Kaffeehaus kommen wollen und bisher mit der 60-Minuten-Flat inklusive Kuchen nichts anfangen konnten. „Unser Modell ist zeitbasiert, der Gast zahlt für 30, 60, 90 oder 120 Minuten. In allen Paketen sind unbegrenzt Kaffee und Bio-Hauslimonade inkludiert. Zwei Produkte, bei denen wir den günstigeren Warenwert in Form einer Getränke-Flatrate an unsere Gäste weitergeben können“, so Moriz Piffl-Percevic, Gründer der Vollpension.

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„Mut machen, neue Modelle auszuprobieren“

Mit der zeitbasierten Abrechnung will die Vollpension in Wien die massiv gestiegenen Preise von Grundnahrungsmitteln und Energie fair an die Gäste weitergeben. Auch wenn die Vollpension, die an mehreren Standorten in Wien etwa 50 Senior:innen einen Arbeitsplatz bietet, Vorreiter bei der Kaffeehaus-Flatrate ist – viele Nachahmer:innen hat das Social Business bis dato noch nicht gefunden. Stattdessen macht die Inflation auch den Wiener Cafes zu schaffen – das Wiener Traditionskaffeehaus Westend etwa sperrte im Sommer zu.

Die Flatrates (es gibt auch andere, die Frühstück etc. beinhalten) sollen dem Social Business, das immer wieder durch ausgefallene Ideen in der Gastronomie auffällt, Planungssicherheit geben. Es sei ein „Spagat zwischen positivem Erlebnis für den Kunden und einem sinnvollen Deckungsbeitrag für das Sozialunternehmen“, heißt es.

„Wir müssen uns von dem Bild verabschieden, dass ein Gast, der alleine kommt, einen Vierertisch besetzt und stundenlang Zeitung liest.  Das geht sich zumindest für uns als Social-Business nicht aus“, so Piffl-Percevic weiter. „Noch viel weniger bei der aktuellen Preisentwicklung. Wir wollen hier Vorreiter sein und auch anderen Cafés und Restaurants Mut machen, neue Modelle auszuprobieren. Außerdem müssen wir gemeinsam aufstehen und die Tatsachen aussprechen, dass Gastronomie Geld kostet.“

 

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