Ankündigung

AI-Effekt macht Apple wertvoller als je zuvor, größer als Nvidia

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Startup Interviewer: Gib uns dein erstes AI Interview Startup Interviewer: Gib uns dein erstes AI Interview

Ausprobiert hat es ja außerhalb der Apple-Büros ja noch niemand, aber der Börse reichen große Ankündigungen: Nach der Vorstellung von Apple Intelligence samt eigenen AI-Modellen und der Bestätigung, ChatGPT in kommende Software zu integrieren, ist der Kurs der Apple-Aktie auf ein neues Allzeithoch gestiegen.

Mit einem Preis von bis zu 207 Dollar je Aktie ist der Wert von Apple auf fast 3,2 Billionen Dollar geklettert. Damit ist der iPhone-Konzern mehr wert als je zuvor und endlich auch wieder wertvoller als Chip-Hersteller Nvidia, der seinerseits in Folge des AI-Hypes Apple vor kurzem den Rang 2 wegschnappte. Microsoft mit etwas mehr als 32, Billionen Dollar Bewertung ist damit gar nicht mehr weit von Apple entfernt.

Damit ist der Boden, den Apple im vergangenen Jahr verlor, wieder gut gemacht. Das Ranking der größten Unternehmen der Welt sieht nun wieder wie folgt aus:

Technisch etwas hinten, doch strategisch ganz weit vorne

Obwohl Apple wirkte, als würde es hinter Microsoft, Meta und Google in Sachen AI zurückgefallen sein, scheint das Team um CEO Tim Cook viel richtig gemacht zu haben. Zwar sind die hauseigenen AI-Modelle noch nicht so stark wie die Top-Modelle von OpenAI (GPT-4o) und Google (Gemini 1.5 Pro), aber sie reichen dennoch an viele der besten LLMs heran, die es sonst so am Markt gibt. Und vor allem: Sie können direkt auf iPhones, iPads und Macs laufen, ohne gewaltige Rechenkapazitäten in der Cloud samt Datentransfer zu benötigen – ein wichtiges Plus in Sachen Privacy.

Hier einige Punkte, warum Apple zwar technischer Nachzügler bei LLMs ist, aber bei seiner AI-Strategie viel richtig gemacht hat:

  1. Apple bleibt konkurrenzfähig gegenüber Android, insbesondere da Googles Gemini eine wichtige Rolle spielen wird. Die Funktionalität von iOS und Android wird stets verglichen, und Apple zieht nun wieder gleich
  2. Nutzer:innen erhalten leichteren Zugang zur populärsten App des Jahres 2023, wodurch Apple zusätzlich von den kostenpflichtigen ChatGPT-Plus-Abonnements profitieren kann, da Apple einen Anteil an App-Abos erhält.
  3. Potenzielle Fehler und Halluzinationen der AI-Modelle können OpenAI (oder später Google) angelastet werden. Dies bewahrt Apples Image als perfektionistisches und sauberes Unternehmen, falls AI-Modelle falsche Aussagen oder historische Fehler produzieren.
  4. Apple gewinnt Zeit: Man kann Nutzer:innen und Investor:innen hinsichtlich AI beruhigen und gleichzeitig an eigenen AI-Modellen arbeiten. Sobald diese ausgereifter sind, können sie tiefer integriert und besser als ChatGPT und Co. positioniert werden.
  5. Microsoft wird geschwächt, indem Apple der führenden AI-Firma eine weitere große Plattform bietet. Dies könnte Microsofts Copilot weniger attraktiv machen, wenn GPT-4o direkt in iPhone und andere Apple-Geräte integriert ist.
  6. Apple lockt Google: Da Google Apple jährlich 20 Milliarden Dollar für die Position als Standard-Suchmaschine auf iPhones und Co. zahlt und große Angst vor ChatGPT hat, muss Google nun Gemini auch auf das iPhone bringen, was Apple finanziell zugutekommen könnte.
  7. Apple kann auf den Datenschutz verweisen: Nutzer:innen, die nicht unbedingt ChatGPT benötigen, können die On-Device-LLMs nutzen.
  8. Upselling auf teurere Hardware: Die Nutzung der AI-Features erfordert mindestens ein iPhone 15 Pro, iPhone 15 Pro Max oder neuere Geräte mit M1-Chip. Dies bietet Konsument:innen einen guten Grund, auf neuere Hardware aufzurüsten, nachdem es in den letzten Jahren wenige Gründe dafür gab.

9 Gründe, warum Apples ChatGPT-Strategie gar nicht blöd ist

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