AI-Interview

All-in-One SaaS „Vereinsplaner” will 800.000 Vereine im DACH-Raum überzeugen

Verwaltungsapp: Die Dashboard-Übersicht des Vereinplaners will Vereinen, Gruppen und Mannschaften zu mehr Struktur verhelfen. © Vereinsplaner, Lukas Krainz
Verwaltungsapp: Die Dashboard-Übersicht des Vereinplaners will Vereinen, Gruppen und Mannschaften zu mehr Struktur verhelfen. © Vereinsplaner, Lukas Krainz

vereinsplaner.at verspricht, anders als klassische Verwaltungstools zu sein. Die Vereinssoftware für Sportvereine, Musikkapellen, Kulturvereine, Chöre, Freizeitgruppen verfolgt die Version mit dem entwickelten „Vereinsplaner“, das Ehrenamt in Österreich, Deutschland und der Schweiz ein klein bisschen einfacher zu gestalten. Lukas Krainz ist Geschäftsführer und CMO von vereinsplaner.at. Im Gespräch mit dem Startup-Interviewer stellt er die von ihm und seinem Team entwickelte All-in-One SaaS-Lösung vor und erzählt, wie Vereinsmitglieder dadurch noch stärker miteinander verbunden werden sollen.

Kannst du uns kurz dein Startup vorstellen? Was ist die Kernidee und was macht euer Unternehmen einzigartig?

Lukas Krainz: Wir entwickeln den Vereinsplaner einen digitalen Helfer für Vereine. Sprich als All-in-One SaaS, die Vereinsfunktionären bei ihrer täglichen Arbeit rund um Mitgliederdaten, Finanzthemen oder der Dokumentenverwaltung hilft. Zusätzlich können aber ebenso die Vereinsmitglieder über die App hautnah am Vereinsgeschehen, wie Terminen, News und Chat dabei sein.

Ein All-in-One-Tool, das sowohl administrativen als auch kommunikativen Bedürfnissen gerecht wird, klingt nach einer sehr nützlichen Lösung für Vereine. Wer ist eure Zielgruppe und wie erreicht ihr diese? Gibt es spezifische Marketingstrategien, die ihr verfolgt, um Vereine auf euren Vereinsplaner aufmerksam zu machen?

Unsere Zielgruppe sind kleine bis große Vereine aus den unterschiedlichsten Bereichen. In Summe über 200 Vereinstypen. Von klassischen Fußball- und Skivereinen, bis hin zu Theatervereinen, Musikkapellen und Feuerwehren und Schuhplattlern servicieren wir über 7.500 Vereine in 5 Ländern.

Welche Herausforderungen habt ihr bei der Entwicklung des Vereinsplaners erlebt und wie seid ihr damit umgegangen? Gab es spezifische technische oder organisatorische Hürden, die ihr überwinden musstet?

Wie in jedem Startup haben auch wir viele Learnings gehabt. Vereine sind ein extrem lässige und bodenständige Zielgruppe. Es macht spaß mit ihnen zusammenzuarbeiten. Große Herausforderung war in der Vergangenheit aber zum Beispiel die Zahlungsbereitschaft, denn Vereine arbeiten mit vielen kostenlosen Tools und auch die eigene Arbeitszeit kostet im Ehrenamt ja bekanntlich nichts. Aber wir sind der Meinung, dass gerade dann die eigene Zeit wertgeschätzt und effizient genutzt gehört. Gelöst haben wir dieses Thema, indem wir stets einen starken Fokus auf das Produkt gelegt haben und immer noch legen. Denn, wenn der Vereinsplaner überzeugt, dann ist die Frage nach den Kosten zweitrangig. Und nebenbei wird der Vereinsplaner dann auch gerne an andere Ortsgruppen weiterempfohlen, was uns natürlich wieder beim Marketing hilft.

Wie habt ihr euer Team zusammengestellt? Welche Kompetenzen waren dir besonders wichtig und wie sorgst du für ein gutes Arbeitsklima im Team?

Wir sind 2 Gründer aus den Bereichen Softwareentwicklung und Marketing/Sales. Unser Team besteht aus 8 Personen, ist, wie gesagt, sehr produkt- und entwicklungsorientiert und setzt stark auf Kundensupport. Was uns alle verbindet, ist, dass wir selbst aktiv in Vereinen als Mitglieder oder teilweise in Funktionärstätigkeiten sind. Das hilft uns auch beim Finden neuer Mitarbeiter enorm, dass das Vereinswesen grundsätzlich verbindet und einen so hohen Stellenwert in Österreich hat.

Welche Technologien setzt ihr hauptsächlich in der Entwicklung des Vereinsplaners ein, und wie trefft ihr Entscheidungen bezüglich neuer Technologien oder Tools?

Wir entwickeln Hybrid, als eine Webanwendung mit mobilen Apps als Software as a Service. Sprich neue Updates und Funktionen bekommt jeder Verein automatisch und wir haben somit ein skalierfähiges Produkt, das auch sonst nicht wirklich von rechtlichen Ländergesetzen abhängig ist. Denn wir sind kein Steuer- oder Rechtstool, sondern ein Verwaltungstool. Und die Verwaltung von Vereinen ist im DACH-Raum ähnlich wie in UK, Frankreich oder den USA. Natürlich sind die Vereine selbst unterschiedlich, aber Teamsport im American Football ist ähnlich wie Teamsport österreichischen Fußball – aus Verwaltungssicht gesprochen.

Wie geht ihr mit Feedback und Anregungen von euren Nutzer:innen um? Gibt es einen Prozess, wie ihr Nutzerfeedback in die Weiterentwicklung des Vereinsplaners integriert?

Wir entwickeln ganz nah an den Kund:innen, sprich, die Vereine wünschen sich neue Funktionen und wir priorisieren diese auf Basis der Relevanz und setzen diese dann um. Bei den angesprochenen 7.500 Vereinen kann man auch auf Basis des Feedbacks und der Wünsche gut validieren, was gebraucht wird. Mit dieser Strategie fahren wir seit Beginn sehr gut und das wollen wir daher auch nicht groß ändern.

Wie sieht es mit bisherigen Finanzierungen aus? Gibt es schon Investor:innen?

Ja, wir haben Hermann Futter und die „8 Eyes“ zu Beginn 2022 als Investoren gewonnen.

Kannst du uns dein Geschäftsmodell erklären? Wie generiert dein Startup Einnahmen?

Das Geschäftsmodell ist Software as a Service, sprich jährliche Lizenzgebühren, die ein Verein bezahlt. Kleine Vereine natürlich weniger wie große. Das startet bei 99€ im Jahr und hat nach oben hin bei großen Vereinen (tw. über 2.000 Mitglieder) keine Grenze. Wir arbeiten auch mit Verbänden zusammen und haben knapp ein Dutzend bereits als Kunden, wo wir gemeinsam die Mitgliedsvereine servicieren – auch das ist ein sehr spannender Markt bzw. Geschäftsmodell.

Wie plant ihr, in Zukunft zu wachsen? Habt ihr Pläne für die Erweiterung eurer Dienstleistungen oder für die Erschließung neuer Märkte?

Wir planen den derzeitigen Markt dazu zu nutzen, um mit Marketing und Sales sehr rasch zu wachsen. Auch das Team wollen wir im Bereich Performance Marketing erweitern. Und wir suchen aktuell auch jemanden im Support. Wir sind also sehr motiviert ;).

Was sind die langfristigen Ziele für dein Startup? Wo siehst du das Unternehmen in fünf Jahren?

Wir möchten die größte Plattform für Vereinssoftwaren und Dienstleistungen in Europa werden. Es gibt in Europa 6 Millionen Vereine (800.000 im DACH-Raum) und an diesen hängt eine enorme Wertschöpfung. Die meisten Vereine davon sind noch kaum digital und verwalten sich über Excel und WhatsApp. Hier sehen wir ein großes Potenzial.

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