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Binance USD: Attackierter Stablecoin verschwindet vom Markt

Logo des Binance USD. © Paxos / Montage Canva
Logo des Binance USD. © Paxos / Montage Canva

Der Schlag der New Yorker Finanzaufsicht NYDFS (New York Department of Financial Services) gegen die Stablecoin-Firma Paxos hat nachhaltige Auswirkungen: Denn der einst nicht unwichtige Stablecoin Binance USD (BUSD) fällt langsam aber sicher aus dem Markt. Erreicht BUSD im November 2022, also vor etwa drei Monaten, noch eine Marktkapitalisierung von fast 24 Milliarden US-Dollar, sind es heute nur mehr etwa 10,8 Milliarden US-Dollar

Das bedeutet: Nach und nach nehmen (einstige) Besitzer:innen von BUSD in Anspruch, den Stablecoin gegen andere Assets auszutauschen. Dieser Implosion der Marktkapitalisierung von BUSD ist ein Verbot der weiteren Ausgabe neuer BUSD. Das Verbot richtet sich gegen die US-Firma Paxos, die als Partner der weltweit größten Krypto-Börse Binance den Stablecoin aufgelegt und ausgegeben hat. Vorgeworfen wird, dass BUSD eigentlich ein Wertpapier sein, und dessen Ausgabe hätte registriert werden müssen. In diesem Chart sieht man, wie die Menge an BUSD im Markt weiter schrumpft:

Interessant bei dem Verfall von BUSD ist allerdings, dass die Koppelung des Stablecoins an den Kurs des US-Dollar stets gehalten hat – er also trotz der Misere nicht seinen Wert verloren hat. Das war beim algorithmischen „Stablecoin“ Terra USD (UST) im Vorjahr ganz anders – der war innerhalb weniger Tage wertlos, nachdem der 1:1-Peg an den Dollar verloren ging.

Bei Paxos sieht man sich Irrtümern der Behörden ausgeliefert. „Die vorherrschenden Präzedenzfälle, die in den USA zur Identifizierung von Wertpapieren verwendet werden, sind als Howey-Test und Reves-Test bekannt. Nach beiden Tests erfüllt BUSD nicht die Kriterien für die Einstufung als Wertpapier. Unsere Stablecoins sind immer durch Bargeld und Äquivalente – Dollar und US-Schatzbriefe – gedeckt, aber niemals durch Wertpapiere. Wir führen konstruktive Gespräche mit der SEC, und wir freuen uns darauf, diesen Dialog unter vier Augen fortzusetzen. Natürlich werden wir unsere Position, wenn nötig, in einem Rechtsstreit verteidigen. Wir werden weitere Informationen weitergeben, sobald wir können“, kündigte Paxos-CEO Charles Cascarilla an.

Paxos kündigt Binance die Partnerschaft auf

Ein Einigung mit den US-Behörden oder ein Sieg im Falle eines Rechtsstreits wird aber nicht verhindern können, dass das Vertrauen der Nutzer:innen in BUSD dahin ist. Selbst Binance-CEO Changpeng „CZ“ Zhao sagte bereits, ergehe davon aus, das BUSD vom Markt verschwinden würde. Paxos seinerseits hat nun auch verkündet, dass man die Partnerschaft mit Binance beenden würde. BUSD werde noch bis frühestens Februar 2024 unterstützt, bis dahin könnten Besitzer:innen jederzeit die Stablecoins zurückgeben. „Der Markt hat sich weiterentwickelt und die Beziehung zu Binance passt nicht mehr zu unseren aktuellen strategischen Prioritäten. Wir haben am Montag angekündigt, dass wir die Beziehung zu Binance beenden werden“, so Cascarilla.

Paxos als Anbieter von Stablecoins und anderen Krypto-Services sucht nun sein Heil am nord- und südamerikanischen Markt. Man werde weiter mit den Partnern PayPal, Mastercard, Interactive Brokers, Mercado Libre, Nubank und Bank of America zusammen arbeiten, heißt es. Auch in Singapur, wo man eine Lizenz als Payment-Provider erhalten hat, wolle man weiter arbeiten.

BUSD: US-Behörde würgt Binance den Stablecoin ab

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