Analyse

Bitcoin setzt zu einem neuen Bullrun an – was sind die Treiber?

Bitcoin. © Pixabay
Bitcoin. © Pixabay

Bitcoin ist zurück. Nein, natürlich nicht bei den langjährigen Anhänger:innen, die der Kryptowährung auch im Krypto-Winter die Stange hielten, sondern in den Schlagzeilen der Mainstream-Medien. Denn das „digitale Gold“ hat sich zurückgekämpft und wird seit der Nacht auf Mittwoch erstmals seit Anfang April 2022 bei mehr als 40.000 Euro gehandelt. Das bedeutet auch, dass BTC aktuell „nur“ mehr 36 Prozent unter dem bisherigen Allzeithoch von knapp 70.000 Dollar im November 2021 liegt.

Ein Blick auf den Fear & Greed Index, der versucht, die Stimmung am Krypto-Markt einzufangen, zeigt ebenfalls: Die Krypto-Investor:innen sind wieder bullish, oder auch „extreme greedy“. Bedeutet: Nach einem Jahr voller Angst ist die Stimmung nun wieder extrem positiv. Krypto-Anhänger:innen glauben nun wieder stark daran, dass die Preise weiter steigen, investieren deutlich mehr. Die Krypto-Exchanges sehen wieder verstärkte Handelsaktivität in diesen Tagen. In einem Feedback Loop dreht sich die Spirale, die nach dem Krisenjahr 2022 (Terra/LUNA; FTX; Zinswende) nach unten schraubte, nun wieder deutlich nach oben.

Bitcoin hat sic von Tech-Aktien losgelöst

Aktuell sieht man, dass der Branchenführer Bitcoin auch dafür sorgt, dass andere Krypto-Assets wie Solana, Dogecoin oder Avalanche ebenfals stark wachsen können. Doch was genau treibt den Preis von Bitcoin? Auch an den Aktienmärkten und insbesondere bei Tech-Werten konnte man in den vergangenen Wochen deutliche Aufwärtsbewegungen sehen. In der Vergangenheit war es oft so, dass Bitcoin/Crypto im Gleichschritt mit Tech-Aktien bzw. Tech-lastigen Indices wie dem S&P500 oder dem Nasdaq100 wuchs – und sich somit kaum anders verhielt als eine Apple-Aktie.

Doch diesmal ist es anders. Ein Blick auf die Charts zeigt, dass gerade Bitcoin aktuell ein Eigenleben führt, also nicht bloß angetrieben von Tech-Werten wächst. Hier BTC im Vergleich mit dem Dow Jones, dem S&P500 und dem Nasdaq100 über die vergangenen drei Monate. Die Kurse zeigen, dass Bitcoin zeitweise weiter wuchs, als die Aktien fielen, und vor allem in den letzten Tagen ging der BTC-Kurs dann deutlich steiler als die der Börsenwerte:

Was also treibt den Bitcoin-Kurs? Hier gibt es mehrere Antworten, die aktuell zusammenkommen:

  1. Bitcoin Halving: Dieses wird im April 2024 stattfinden, die Menge neuer BTC am Markt um die Hälfte verknappen. Derzeit wird antizipiert, dass ein verknapptes Angebot auf verstärkte Nachfrage treffen könnte, und viele Trader preisen das Halving bereits seit Wochen und Monaten ein
  2. Bitcoin Spot ETFs: Gastautor Ed Prinz hat es bereits im Detail analysiert: Die Bestrebungen von Blackrock, Fidelity und zahlreichen weiteren Finanzfirmen, Vermögensverwaltern und Fonds-Managern, Bitcoin ETFs an der Wall Street handeln zu können, beflügeln den Kurs. Die Annahme: Durch börsengehandelte Fonds für Bitcoin wird die Nachfrage nach den Coins stark steigen, und diese Nachfrage trifft dann 2024 auf ein verknapptes Angebot
  3. Zinssenkungen: Die zuletzt deutlich gesunkene Inflation in den USA und Europa nähren die Hoffnungen, dass Fed und EZB 2024 mit Zinssenkungen reagieren. Eine Analyse der Bank ING sagt, dass die Federal Reserve wahrscheinlich sechs Zinssenkungen ab dem zweiten Quartal des nächsten Jahres bis ins Jahr 2025 vornehmen könnte. Die Analyse rechnet damit, dass der US-Leitzins von aktuell 5,33 % bis Ende 2024 auf etwa 3,83 % und bis Ende 2025 weiter auf etwa 2,83 % sinken wird. Niedrigere Zinsen bedeuten Aufwind für Risiko-reichere Assets, und zu denen gehört Bitcoin jedenfalls dazu.
  4. MiCA-Regulierung: Das Vertrauen von Konsument:innen wurden durch die Mega-Skandale bei FTX, Binance und Co massiv erschüttert. Zumindes tin Europa kommt ein neues Krypto-Gesetz mit strengen Regeln für Krypto-Broker und Exchanges. Europäische Player wie Bitpanda, 21bitcoin und Co bemühen sich bereits um eine MiCA-Lizenz. Diese kann dafür sorgen, dass Konsument:innen und vor allem Neulinge neues Vertrauen in die Branche schöpfen – und as wiederum könnte Kryptos wieder gefragter machen

Man sieht also: Richtung Jahresende treibt eine neue Euphorie den Markt ins Jahr 2024, das mit großen Versprechungen und Events wartet. Wie so oft gilt im Krypto-Bereich aber auch das künftige (mögliche) Ereignisse bereits antizipiert und eingepreist werden. Ganz nach der alten Regel: „Buy the rumours, sell the news“.

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