Ex J.P. Morgan

Bitpanda holt eigenen CEO für seine Krypto-Exchange

Bitpanda Pro CEO Joshua Barraclough. © Bitpanda
Bitpanda Pro CEO Joshua Barraclough. © Bitpanda

Bitpanda, seit längerem kein reiner Krypto-Händler mehr, sondern vielmehr Neobroker mit einem wachsenden Angebot an Aktien und ETFs ist, hat ein Produkt, das im Zuge der News und Updates der letzten Monate etwas in Vergessenheit geriet: Seine Exchange für Profi-Trader, die nunmehr seit längerem unter dem Namen Bitpanda Pro am Markt unterwegs ist.

Mit Joshua Barraclough bekommt die Exchange nun einen eigenen CEO. Er war zuvor mehrere Jahre bei der US-Großbank J.P. Morgan in London tätig, zuletzt als Co-Head of Digital Innovation, wo er für die Entwicklung neuer Geschäfte, Produkte und Dienstleistungen maßgeblich verantwortlich war. Zuvor war Barraclough Global Head des Fintech-Teams von J.P. Morgan und bringt dementsprechende Expertise im Fintech- und Bankengeschäft mit. Der Neuzugang kommt wenige Monate nach der letzten großen Finanzierungsrunde für Bitpanda (mehr dazu hier).

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Bitpanda Pro unter Top 100 Exchanges

Mit Bitpanda Pro übernimmt er die Leitung einer Krypto-Exchange, die nach Handelsvolumen aktuell auf Platz 85 der Charts für Krypto-Exchanges liegt (Quelle: CoinGecko). 18 Krypto-Assets und 23 Paare lassen sich dort handeln, das tägliche Volumen der Börse liegt aktuell bei etwa 15 Millionen Dollar. Barracloughs Aufgabe ist es nun, noch mehr erfahrene Trader, Institutionen sowie in der EU ansässige Unternehmen, darunter Privatbanken und Family Offices, auf die Exchange zu bringen. Angaben des Unternehmens zufolge konnte im ersten Halbjahr 2021 das durchschnittliche tägliche Handelsvolumen vervierfacht sowie die Zahl der aktiven Händler verdreifacht werden.

„Da Investitionen in Krypto stetig zu einem Teil der Mainstream-Finanzmärkte werden, verlangen private und institutionelle Anleger nach Services und Werkzeugen, die es ihnen ermöglichen, traditionelle Anlagestrategien zu verfolgen und gleichzeitig Handelsnuancen zu steuern, die für digitale Vermögenswerte spezifisch sind. Dieser Bereich ist komplex und es gibt eine große Anzahl von Unternehmen da draußen, die hier gewinnen wollen. Allerdings hat kaum wer die richtige Technologie, Expertise und Kultur parat, um dies auch zu erreichen. Bitpanda hat hier einen klaren Vorteil. Ich freue mich sehr, Bitpanda Pro auf das nächste Level zu heben, während wir die Lücke zwischen traditionellen Märkten und aufstrebenden digitalen Assets schließen“, so Joshua Barraclough in einer Aussendung.

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Kompetitiver Markt zwischen Binance und FTX

Der Markt für Krypto-Exchanges steht derzeit definitiv unter den Vorzeichen großer Veränderungen. Marktführer Binance steht wie mehrmals berichtet in verschiedenen Ländern unter dem Beschuss der Behörden, während sich andere Größen wie etwa Huobi dieses Jahr aus dem Chinageschäft zurückzieht und Bitfinex wegen seiner Verflechtung mit dem kontroversen Stablecoin Tether ebenfalls ins Visier der Behörden geraten ist.

Diese Probleme der Marktführer versuchen nun aufstrebende Konkurrenten zu nutzen. So etwa hat Vorzeige-Gründer Sam Bankman-Fried seine FTX-Exchange mit Hilfe von potenten Investoren auf eine Bewertung von 25 Milliarden Dollar aufpumpen können und will rasche Bekanntheit durch millionenschwere Sponsorings im Massensport und E-Sport sorgen. Dahinter schickt sich eine Riege rund um Peter Thiel und block.one (EOS) an, mit Bullish Global ebenfalls eine große neue Exchange zu schaffen.

Die Herausforderer von Binance betonen dabei immer wieder, dass sie durch das Einhalten der Regulierung einen Vorteil gegenüber einen Exchanges hätten, die bisher in einer Grouzone unterwegs waren. Auch Bitpanda Pro hat den Vorteil, dass es immer stark auf Regulierung gesetzt hat. Nun wird sich zeigen, ob es sich im Ranking des sehr kompetitiven Marktes mit dem neuen CEO Barraclough an der Spitze weiter nach oben kämpfen kann.

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