Investment

Blackshark.ai: Grazer Startup holt 17,4 Mio. Euro für seinen 3D-Zwilling der Erde

© Microsoft
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Google Earth ist nur die Spitze des Eisbergs. Viele weitere Firmen, darunter auch eine österreichische, arbeiten an digitalen Zwillingen unseres Planeten. Blackshark.ai aus Graz, das bereits durch die Zusammenarbeit mit Microsoft bei dessen Spiel „Flight Simulator“ auffiel, macht nun den nächsten logischen Schritt. In einer neuen Finanzierungsrunde fließen 20 Mio. Dollar (17,4 Mio. Euro) in das 2020 gegründete Unternehmen.

Die Finanzierungsrunde wird von Microsofts Venture-Fonds M12 und Point72Ventures angeführt, die sich einem Konsortium mit dem bestehenden Investor Markus Wagner, Gründer von i5invest, anschließen. Außerdem werden Brian McClendon (Mitbegründer von Google Earth), Dirk Hoke (ehemaliger CEO von Airbus Defense & Space) und Qasar Younis (ehemaliger COO von Y Combinator und derzeit CEO des Silicon-Valley-Einhorns Applied Intuition) Mitglieder des Beratergremiums des Unternehmens.

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Microsoft als großer Investor

Damit hat die Firma, die ein Spin-off des Grazer Spielstudios Bongfish ist, sehr prominente Namen an Bord geholt – und die Bindung zum aktuell wertvollsten Unternehmen der Welt, nämlich Microsoft, wird durch das Investment von M12, noch enger. Gegründet wurde Blackshark.ai erst 2020 von CEO Michael Putz, Brad Young und Thomas Richter-Trummer (mitterweile aus dem Unternehmen ausgeschieden). Mit dem frischen Kapital wollen sie den Zugang zu Geodaten beschleunigen und „Metaverse-Innovationen“ voranzutreiben.

„Unsere Plattform kann Petabytes an Satellitendaten nahezu in Echtzeit verarbeiten und präzise semantische Informationen wie Gebäudegrundrisse/-höhen, Landnutzung, Gewässer oder Infrastrukturanlagen wie Straßen oder Bahngleise extrahieren“, so Putz in einer Aussendung. Das könne man in Bereichen Regierung, Geospatial Intelligence, humanitäre Hilfe, Metaverse/AR, Simulationen für autonomes Fahren und Fliegen, Überwachung der Abholzung, Versicherungen oder Smart Cities einsetzen – und eben nicht nur in Games wie „Flight Simulator“.

Rennen ums Metaversum

„Diese 3D-Umgebungen sind nicht nur schön anzusehen, sondern können dank der Verfügbarkeit semantischer Informationen abgefragt, durchsucht, schnell aktualisiert und für Simulationszwecke im Handumdrehen verändert werden. Das ist ungeheuer leistungsfähig und hebt das Produkt wirklich von allem anderen ab, was ich bisher gesehen habe“, sagt Brian McClendon, Mitbegründer von Google Earth, der Blackshark.ai ab sofort beratend zur Seite steht.

Bei Microsoft zeigt man sich beeindruckt von der österreichischen Technologie. „Blackshark ist eine einzigartige Kreuzung aus KI-basierter Semantik, die aus geographischen Kartendaten im Maßstab des Planeten extrahiert wird und mit der Generierung hochwertiger synthetischer 3D-Strukturdaten aus 2D-Satellitenbildern unter Verwendung prozeduraler Generierungstechniken kombiniert werden kann. Zusammengenommen ist Blackshark auf dem Weg, eine neuartige semantische 3D-Basiskarte des gesamten Planeten zu entwickeln, die einen digitalen Zwilling aller Strukturen auf der Erdoberfläche enthält“, sagt Samir Kumar, Geschäftsführer von M12.

Ziel ist nun, die Daten zum Planeten über die blackshark.ai-Plattform möglichst vielen Kunden zugänglich zu machen – man wolle „Geodaten demokratisieren“. Im derzeit omnipräsenten Run auf Metaverse-Anwendungen könnte Blackshark.ai nun eine grundlegende bzw. tragende Rolle als Plattform spielen, auf der andere ihre digitalen 3D-Welten aufbauen.

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