E-Commerce

byrd: Startup verzichtet auf eigene Logistikzentren und fokussiert auf Software

© byrd
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E-Commerce boomt, und Logistiker ächzen mittlerweile unter der Lawine an Paketen, die unterm Jahr und vor allem bald im Weihnachtsgeschäft versendet werden. Das in Wien gegründete Startup byrd hat für die Logistik dahinter eine Software entwickelt und in den letzten Jahren auch eigene Logistikzentren eingerichtet, von denen aus Pakete verschickt wurden. Doch vor bereits einem Jahr hat man sich entschlossen, die eigenen Standorte in Österreich und Deutschland wieder einzustellen.

„Wir haben die eigenen Logistikzentren Schritt für Schritt abgegeben und haben jetzt nur noch externe Partner“, sagt Petra Dobrocka, Mitgründerin und CCO bei byrd im Gespräch mit Trending Topics. „Das Problem mit eigenen Logistikzentren ist die Skalierbarkeit. Wir wollen kein Fullfillment-Anbieter sein.“ Derzeit arbeitet die Firma, die den Hauptteil des Geschäfts mittlerweile vom Berliner Büro aus macht, mit sieben Lagerstandorten in der DACH Region zusammen, bis Jahresende sollen es zehn sein.

Drehschreibe zwischen Shops und Logistikern

Als reiner Software-Anbieter will byrd einfacher und schneller wachsen können. Mit eCommerce-Giganten wie Amazon oder Zalando, die ihre eigene Logistik aufbauen (Amazon etwa betreibt 175 Standorte weltweit) kann man aufgrund der hohen Investitionskosten ohnehin nicht mithalten.

byrd sieht dabei das Potenzial, zu einer art Uber für die E-Commerce- und Logistik-Branche zu werden. Betreiber von Online-Shops können die Software des Startups via API in ihre Systeme integrieren. Bestellungen werden dann automatisch an den passenden Logistiker oder Paketdienstleister (z.B. Post, DHL, DPD) weitergeleitet. Der Kunde des Online-Shops bekommt dann außerdem die Statusmeldungen zum Versand geliefert.

„CO2-neutrale Lieferungen werden immer relevanter“

„Wir haben im letzten Jahr in Österreich und Deutschland daran gearbeitet, eine relevante Menge an Partnern zu gewinnen“, sagt Dobrocka. Man sei nun eine Drehscheibe zwischen Shop-Betreibern und Logistikern und liefere ihnen die Software, die sie für die Belieferung der Kunden benötigen. Künftig werden der grenzüberschreitender Versand sowie die Märkte Frankreich und Großbritannien in den Fokus der Firma mit rund 40 Mitarbeitern rücken.

Für die nähere Zukunft kommt noch ein Trend dazu. „CO2-neutrale Lieferungen werden immer relevanter und von Shop-Betreibern immer öfter nachgefragt“, sagt Dobrocka „Flächendeckend gibt es die Option leider noch nicht für jedes Land.“ In einigen Regionen würde die CO2-neutrale Lieferung, sofern der Shop-Betreiber sie wünscht, bereits teilweise funktionieren.

Speedinvest ist sowohl bei byrd als auch bei Trending Topics investiert.

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