"One"

Coinbase plant eine Revolution des Krypto-Handelsmodells

Die App von Coinbase. © Old Money on Unsplash
Die App von Coinbase. © Old Money on Unsplash

Am Markt der Krypto-Börsen und – Broker bahnt sich eine Revolution an. Denn Coinbase experimentiert, wie bekannt geworden ist, mit dem Aufbau eines neuen Geschäftsmodells rund ums Handeln mit Krypto-Assets. Denn mit „Coinbase One“ könnte es schon bald ein gebührenpflichtiges Abo-Modell geben, das neben Telefonsupport „auch an Feiertagen und Wochenenden“ den Handel mit Krypto-Assets zum Nulltarif bietet.

Derzeit wird das neue Abonnement mit einigen wenigen der dutzenden Millionen Coinbase-Nutzern getestet, wie das börsennotierte Unternehmen gegenüber Medien bestätigte. Das kostenpflichtige Service soll noch einige andere Vorzüge enthalten, darunter etwa auch eine Versicherung der Krypto-Assets des Nutzers von bis zu einer Million Dollar für den Fall, dass sein Account gehackt und Bitcoin und Co. gestohlen werden.

„Coinbase hat damit begonnen, ein Abonnement-Produkt für unsere Kunden zu testen“, so ein Unternehmenssprecher. „Kunden in der Testgruppe werden die Möglichkeit haben, digitale Währungen auf der Coinbase-Plattform zu kaufen, zu verkaufen und zu konvertieren, ohne dass eine Coinbase-Gebühr für jeden Handel anfällt. Spread-Gebühren gelten weiterhin. Wir sind immer bestrebt, mehr darüber zu erfahren, wie wir unsere Kunden am besten auf verschiedene Arten bedienen können. Im Moment befinden wir uns noch in einem frühen Stadium, so dass alles, was die zukünftige Produkterfahrung betrifft, durch das Feedback, das wir von unseren Nutzern erhalten, geprägt sein wird.“

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Coinbase für hohe Gebühren bekannt

Zwar will Coinbase die Handelsgebühren nachlassen, hat aber offenbar vor, bei „Coinbase One“ weiterhin an den so genannten Spreads (Differenz zwischen An- und Verkaufskurs) zu verdienen. Noch ist aber unklar, wie viel die monatliche Gebühr sein wird, die das US-Unternehmen verlangen wird. So wie die inkludierten Services klingen, dürfte es nicht billig sein. Vermutlich wird sich das Angebot vor allem an Vielkäufer richten.

Denn aktuell verdienen Krypto-Exchanges an den Handelsgebühren ein Vermögen. Immer, wenn Nutzer BTC, ETH und Co. kaufen oder wieder verkaufen, dann verdienen die Börsen einen Bruchteil der Summe mit. Vor allem bei sehr volatilen Preisen und steigender Handelsaktivität sorgt das bei den Krypto-Exchanges für satte Umsätze. Das bedeutet also, dass sie auch kräftig Umsatz machen, wenn die Kurse nach unten gehen.

Coinbase gehört, das haben bereits mehrere Preisvergleiche gezeigt, zu den teureren Krypto-Händlern. Ein Vergleich von Coindex zeigte kürzlich, dass der US-Anbieter gar am teuersten ist – vor Bitpanda, eToro und Trade Republic. Günstiger wird es, wenn Crypto-to-Crypto auf Profi-Exchanges gehandelt wird:

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