Datenschutz

DSGVO: Bußgelder erreichten im Jahr 2021 über eine Milliarde Euro

© torstensimon on Pixabay
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Im Jahr 2018 ist in der EU die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) an den Start gegangen. Ziel dieses Gesetzes ist es, den EU-Bürger:innen mehr Kontrolle über ihre Daten und ihre Privatsphäre zu geben. Unternehmen, die gegen die Gesetzgebung verstoßen, erhalten seither saftige Geldstrafen, die jedes Jahr weiter steigen. Laut einer Analyse des VPN-Dienstes Atlas VPN haben die mit der DSGVO verbundenen Bußgelder im Jahr 2021 den Wert von einer Milliarde Euro überschritten. Es handelt sich im Vergleich zum Vorjahr um eine Steigerung von satten 521 Prozent.

DSGVO-Bußgelder werden zunehmend höher

„Die DSGVO zieht Unternehmen weiterhin erfolgreich zur Rechenschaft, wenn sie die Daten von Menschen missbrauchen oder ihre Datenschutzrichtlinien nicht eindeutig formulieren. Die Firmen sind verantwortungsbewusster im Umgang mit ihren Kund:innendaten geworden, um harte Geldstrafen von den Regulierungsbehörden zu vermeiden“, heißt es von Atlas VPN. Insgesamt 412 Bußgelder haben EU-Behörden im vergangenen Jahr verhängt. Die höchsten Strafen gingen dabei an US-Konzerne wie Amazon und WhatsApp.

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Im Jahr 2018 gab es nur DSGVO-Strafen in Höhe von 436.000 Euro. Im nächsten Jahr, 2019, stieg die Summe der Bußgelder deutlich auf 72 Millionen Euro an. Schon im Jahr 2020 belief sich der Gesamtwert der verhängten Bußgelder auf über 171 Millionen Euro. Mit einer Milliarde Euro an Strafen im Jahr 2021 zeigt sich, dass es für Unternehmen zunehmend teurer wird, gegen die DSGVO zu verstoßen.

Höchste Strafen für Amazon und WhatsApp

Vor allem in der zweiten Jahreshälfte 2021 gab es saftige Geldstrafen gegen Unternehmen. In den ersten beiden Quartalen verhängten Behörden nur Bußgelder von rund 50 Millionen Euro. Im dritten Quartal wurde der Großteil der Strafen verhängt. So setzte es im Juli für Amazon Europe Core S.à.r.l. die höchste Geldbuße in Höhe von 746 Millionen Euro. Später, im September, verhängte die EU gegen WhatsApp Ireland Ltd. eine Geldstrafe in Höhe von 225 Millionen Euro, die zweithöchste Strafe in der Geschichte der DSGVO. Im vierten Quartal 2021 betrugen die Geldbußen dagegen nur 16,7 Millionen Euro.

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Die meisten Strafen wurden im vergangenen Jahr in Spanien verhängt. Insgesamt 351 Bußgelder in Höhe von 36,7 Millionen Euro brummten die dortigen Behörden Firmen auf. Die durchschnittliche Strafe belief sich dabei auf etwa 105.000 Euro. Besonders Telekommunikationsunternehmen wie Vodafone Spanien haben die spanischen Behörden mehrfach belangt. Auf Platz Zwei steht Italien mit 101 Bußgeldern in Höhe von 90 Millionen Euro. Hier ist die durchschnittliche Strafe mit 887.000 Euro besonders heftig. Rumänien steht an dritter Stelle, da es insgesamt 68 Sanktionen verhängt hat, die sich auf 721.000 Euro summieren. Obwohl hier viele Strafen verhängt wurden, liegt der Durchschnitt nur unter 11.000 Euro.

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