Event in Wien

EFIB: Wiener Biotech-Kongress zeigt, wie Startups CO2 reduzieren können

Burger von Rebel Meat: Startup tritt bei EFIB in Wien auf © Rebel Meat
Burger von Rebel Meat: Startup tritt bei EFIB in Wien auf © Rebel Meat
Heute und morgen findet erstmals in Wien das European Forum for Industrial Biotechnologie & the Bioeconomy (EFIB) statt. Das Event findet insgesamt zum 14. Mal statt, Thema ist „Delivering the EU Green Deal: Industrial biotechnology into business“. Bei dem Kongress zur industriellen Biotechnologie und Bioökonomie stellen Startups ihre innovativen und nachhaltigen Lösungen in diesem Bereich vor. Außerdem erhalten sie die Möglichkeit, sich mit wichtigen Playern zu vernetzen. Organisatoren sind EuropaBio und Biocom, lokaler Partner ist unter anderem die Life Science-Plattform LISAvienna.

Biotechnologie gewinnt Stark an Bedeutung

Das Thema Biotechnologie hat in der heutigen Zeit stark an Bedeutung gewonnen. In verschiedenen Bereichen wie der Ernährung oder der Textilindustrie versuchen Unternehmen hier, nachhaltige Lösungen für die Zukunft zu finden. „In den vergangenen zehn Jahren ist die Aufmerksamkeit für Biotechnologie deutlich größer geworden und das Thema ist in den Mainstream gerückt. Die zunehmenden Finanzierungen in diesem Bereich zeigen das deutlich“, sagt Johannes Sarx, Co-Geschäftsführer von LISAvienna und Abteilungsleiter Seed-Financing beim Austria Wirtschaftsservice (aws).
Ein Bereich, der jährlich hohe Mengen an CO2-Emissionen erzeugt, ist die Fleischindustrie. Biotech-Unternehmen wollen Produkte zum Fleischersatz finden, um die Ernährung der Zukunft nachhaltiger zu machen. Dazu gehört das Startup Rebel Meat aus Wien, das unter anderem Burger-Pattys herstellt, die nur zur Hälfte aus Fleisch und ansonsten aus pflanzlichen Produkten bestehen. Bei der EFIB wird Rebel Meat einen Auftritt haben.

EFIB gibt nachhaltigen Startups internationale Bühne

Neben Nahrungsmitteln betrifft Biotechnologie auch neue Konzepte für nachhaltige Textilien, Waschmittel, sowie die Landwirtschaft. Bei EFIB tritt beispielsweise Carbofeed auf, ein Wiener Startup, das CO2 in ein eiweißreiches Tierfutter umwandelt. Das soll die emissionsreiche Herstellung von Sojapflanzen für die Landwirtschaft reduzieren. Ebenfalls beim Kongress vertreten: Die Wiener Jungfirma enGenes Biotech, die künstliche Proteine durch Gentechnik herstellen. Neben insgesamt 15 Startups sind auch Großunternehmen wie der Holzfaserkonzern Lenzing bei der EFIB anwesend.
Jungunternehmen im Bereich Biotechnologie und Bio-Economy sind laut Sarx heute bei Investor:innen sehr begehrt. „Erst jetzt haben Anleger:innen wirklich begonnen, Interesse an diesen Lösungen zu zeigen. Bei der Biotechnologie handelt es sich um einen Wachstumsmarkt, der in Zukunft noch wesentlich lukrativer wird. Es gibt angesichts der Klimakrise einfach keine andere Wahl, als nachhaltigere Alternativen zu industriellen Prozessen zu finden. Deswegen steigt die Nachfrage nach Konzepten wie CO2-freiem Fleischersatz immer mehr“, so Sarx.
„Österreich braucht sich im internationalen Vergleich bei der Biotechnologie und Bioeconomy nicht zu verstecken. Wir haben hier eine gute technologische Basis und mit dem Austrian Centre of Industrial Biotechnology ein starkes Kompetenzzentrum. Es gilt jetzt vor allem, Forschungsideen der Startups umzusetzen und dafür braucht es noch mehr Finanzierung. Bei der EFIB werden Jungfirmen die Möglichkeit haben, Partner für ihre Projekte sowie Investor:innen zu gewinnen. Außerdem sollen sie auf einer internationalen Bühne mehr Aufmerksamkeit für ihre nachhaltigen Innovationen erlangen“, erläutert Sarx.

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