Kaskade

FTX-Crash erfasst jetzt Kryptofirmen Genesis und Gemini

FTX. © Trending Topics
FTX. © Trending Topics

Wie auch bereits beim Crash von Terra/LUNA, hat auf der FTX-Kollaps erste Kaskaden-Effekte ausgelöst. Gerade hat der Kryptowährungsbroker und -verleiher Genesis angekündigt, bis auf weiteres Auszahlungen an seine Kund:innen auszusetzen und keine neuen Kredite mehr zu vergeben. Man wolle sicherstellen, weiter Liquidität zu haben und will vermeiden, nicht in die Zahlungsunfähigkeit zu schlittern.

Genesis hängt im FTX-Crash, weil es zu Panik-artigen, erhöhten Abhebungen der Kund:innen kam. „FTX hat zu einer noch nie dagewesenen Marktturbulenz geführt, die zu anormalen Abhebungsanträgen geführt hat, die unsere derzeitige Liquidität überstiegen“, heißt es in einem offiziellen Statement. Genesis gehört zum Mutterkonzrn Digital Currency Group, unter deren Dach sich auch das Online-Medium CoinDesk und Grayscale Investments finden. Indirekt ist somit also auch die Google-Mutter Alphabet betroffen, sie investierte 2021 neben anderen groß in den Krypto-Konzern.

Alphabet steigt bei Krypto-Konzern Digital Currency Group ein

Neben Genesis wurde mittlerweile auch Gemini, die Krypto-Firma der Winklevoss-Zwillinge Tyler und Cameron, getroffen. Ihr Lending-Arm hat ebenfalls angekündigt, dass es Einlösungen durch Kunden für sein Earn-Programm derzeit nicht durchführen zu können – weil man in dem Bereich mit Genesis zusammen arbeitet. Genesis war auch bereits vom Terra/LUNA-Crash betroffen, weil es dem Krypto-Fonds Three Arrows Capital (3AC) viel Geld geborgt hatte – und der stürzte dieses Jahr in die Insolvenz. Zusätzlich ist die Gemini-Exchange aktuell von Ausfällen betroffen.

Ebenfalls getroffen wurde vom FTX-Kollaps BlockFi, ebenfalls im Lending-Geschäft unterwegs. FTX hatte sich dieses Jahr eigentlich eine Kaufoption von BlockFi, das in Folge des Terra-Crashs ins Straucheln geriet, geholt. Seitdem sind die beiden Firmen miteinander finanziell verflochten. BlockFi hat nun angekündigt, Auszahlungen an Kund:innen zu stoppen und Mitarbeiter:innen kündigen zu müssen.

Damit wird die Liste jener Unternehmen, die direkt vom FTX-Kollaps erfasst werden, immer länger. Auch weltweit bekannte Investoren und große Krypto-Investoren haben sich mit FTX eingelassen. Hier eine (vorläufige) Liste:

  • Paradigm: 278 Mio. Dollar abgeschrieben
  • Sequoia Capital: 214 Mio. Dollar abgeschrieben
  • Temasek: +200 Mio. Dollar abgeschrieben
  • Softbank: 100 Mio. Dollar abgeschrieben
  • Ontario Teacher’s Pension Plan (OTPP): 75 Millionen Dollar abgeschrieben
  • Coinshares: kein Zugriff mehr auf 30,3 Mio. Dollar
  • Galaxy Digital: kein Zugriff mehr auf 77 Mio. Dollar
  • Genesis Trading: kein Zugriff mehr auf 175 Mio. Dollar
  • Pantera Capital: tba.
  • Liquid Meta: tba.
  • Multicoin Capital: tba.
  • Wintermute: tba.
  • Sino Global: tba.
  • Galois Capital: tba.

FTX-Kollaps: Eine erste Einschätzung des Schadens für die Krypto-Welt

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