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Green IT: Cloud-Umstieg kann Energieverbrauch um 80 Prozent senken

© Vishal Bansal on Unsplash
© Vishal Bansal on Unsplash

Von Constantin Gonzalez, Principal Solutions Architect bei Amazon Web Services (AWS).

Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit sind kein Widerspruch. Auf die Umwelt achten bedeutet nicht zwangsweise die Leistung zu drosseln. Ganz im Gegenteil! Mit dem effizienten Umgang vorhandener Ressourcen kann trotz Energieeinsparungen ein hoher Output erzielt werden. Traditionell ist der Energieverbrauch bei IT-Unternehmen sehr hoch.

Das ist nicht nur schlecht für die Umwelt, sondern auch für die Brieftasche, da viele investierte Ressourcen durch schlechtes Energie- und Systemmanagement im Prozess verloren gehen. Green IT macht daher auch aus finanzieller Sicht Sinn, und nachhaltiges Handeln ist langfristig sogar kosteneffizienter als Energie ungenützt zu verschwenden.

Energie-Ressourcen nützen und schützen mit der Cloud

Eine Studie von 451 Research im Auftrag von Amazon Web Services (AWS) hat ergeben, dass der Energieverbrauch von europäischen Unternehmen durch den Umstieg auf die Cloud um fast 80 Prozent verringert werden könnte. Mindestens dreimal so sparsam ist der Cloud-Betrieb im Vergleich zu herkömmlichen Rechenzentren. Zudem kann der Umstieg auf die Cloud für ein durchschnittliches Rechenzentrum mit einer Fläche von 1.000 qm und einem Verbrauch von 1 Megawatt zu einer Verminderung des CO2-Fußabdruckes um mehr als 1.000 Tonnen CO2 im Jahr führen.

Das entspricht der jährlichen Menge von bis zu 500 Autos oder 50 durchschnittlichen Haushalten in Europa. Sollte die Energie dann auch noch zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen stammen, lässt sich der Schadstoffausstoß regulärer Applikationen um fast 96 Prozent drosseln.

Constantin Gonzalez, Principal Solutions Architect bei Amazon Web Services. © Amazon Web Services/ Trending Topics
Constantin Gonzalez, Principal Solutions Architect bei Amazon Web Services. © Amazon Web Services/ Trending Topics

Koordinierung des Verbrauchs durch Zentralisierung

Einblick in die Nachhaltigkeit und Effizienz der Rechenzentren zu haben ist äußerst wichtig, um nachhaltige Arbeitsabläufe zu gewährleisten. Eine große Zahl von Betrieben teilen ihre Systeme in viele separate Bereiche auf, wodurch Effizienz-Initiativen einen entsprechend engen Fokus haben und schwer zu skalieren sind. Die Cloud konzentriert sich im Gegenzug auf die Maximierung der Ressourcen-Effizienz und durch die damit gesparte Energie kann man Kosten senken und CO2-Ausstoß vermindern.

Bei der gesamten technischen Realisation können Cloud-Anbieter neueste Innovationen und Skaleneffekte nutzen, um eine höhere Auslastung der Server zu ermöglichen und Anlagen so konzipieren, dass weniger Energie und Wasser verbraucht wird. Auch der ständige Bereitschafts-Dauerbetrieb von Rechenzentren gehört mit Cloud-Technologie der Vergangenheit an, da beim Cloud Computing die Ressourcen dynamisch von mehreren Kunden gemeinsam – wie beim Car-Sharing – genutzt werden können und daher nur bei Bedarf zum Einsatz kommen.

Digitale Transformation erhöht die Effizienz und Resilienz von Energieunternehmen deutlich

Mit grüner Hardware und Streamlining der Datenpakete die Effizienz steigern

Ein wichtiger Schritt, um die Energie-Effizienz der Cloud auch wirksam zu machen, ist die ausführende Hardware zu optimieren. Sensoren, die Luftveränderungen messen, Kühlsysteme, die Wasser und Strom sparen und energieeffiziente Prozessoren sind nur einige Beispiele von Maßnahmen, die die Nachhaltigkeit von Cloud Computing ermöglichen. Auch auf Anwenderseite kann man Einiges tun, um Daten und deren Verarbeitung zu sparen und dadurch Ressourcenverschwendung zu verhindern. Oft fallen unnötige oder nur kurzzeitig benötigte Daten und Prozesse an, die zusätzliche Bandbreite, Energie und Ressourcen verbrauchen.

Diese kann man automatisiert finden und löschen, um Verschwendung zu verhindern und sparsamer zu arbeiten.
Generell ist es vorteilhafter nur Funktionen im System zu integrieren, die wirklich benötigt werden. Mit einer clever gestalteten, nicht mit unnötigen Features überladenen Website können Unternehmen etwa kürzere Ladezeiten und dadurch ein besseres Nutzererlebnis bieten und so mehr Besucher:innen anziehen. Wichtig dabei ist die individuelle Balance zwischen Einfachheit und Funktionalität, um sowohl Ausfallsicherheit als auch Nachhaltigkeit zu gewährleisten.

Mit Anpassungen am Netzwerk zum Ziel

Ressourcen-schonender Umgang und weniger CO2-Emissionen können auch durch Anpassungen in der Cloud-Architektur erzielt werden. Mit einem energieeffizienten Aufbau von Speicher-Hierarchien je nach Bedarf wird ermöglicht, dass Daten wesentlich kostengünstiger gespeichert werden können. So kann man aktuelle, sogenannte „heiße“ Daten in schnellen Speichersystemen ablegen, die den

Anforderungen an Performance genügen, und Daten, die weniger oft benötigt werden, in sogenannten „kalten“ Speichersystemen archivieren, die Strom und Kosten sparen. Das reduziert die Ressourcennutzung deutlich, da unnötige Operationen und Leistungsreserven eingespart werden können.

Wie sparen Unternehmen also Energie und Geld mit Green IT? Indem Unternehmen auf neue Cloud-Technologien umsteigen und moderne IT-Architekturbausteine nutzen, die den verbrauchsoptimierten Aufbau von Anwendungen erleichtern. Ein vollständiges Screening von IT-Anwendungen nach aktuellen „well architected“ Prinzipien hilft, Energiefresser im System auszumerzen und kosteneffizientere Alternativen zu finden.

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