Photovoltaik

Größter Solarpark Österreichs: Verbund hilft OMV bei Umstieg auf erneuerbare Energie

So soll der Teilabschnitt der Solaranlage in Schönkirchen aussehen © Verbund
So soll der Teilabschnitt der Solaranlage in Schönkirchen aussehen © Verbund

60.000 Photovoltaik-Module auf einer Fläche von rund 200.000 Quadratmetern. In Niederösterreich soll die größte heimische Solar-Anlage auf einer Freifläche entstehen. Damit könnten theoretisch 5.500 Haushalte versorgt werden. Die Anlage wird aber an OMV-Standorten errichtet und soll rund ein Zehntel des Inlandsstrombedarfs des Ol- und Gas-Konzerns abdecken und damit umgerechnet rund 12.000 Tonnen CO2 pro Jahr sparen. Für dieses Projekt ist die OMV eine strategische Partnerschaft mit dem Energiekonzern Verbund eingegangen. Und es soll nicht bei dieser Anlage bleiben.

Im Herbst 2020 soll das Photovoltaik-Feld im Weinviertel fertig sein. Es teilt sich auf die OMV-Standorte Schönkirchen und Neusiedl an der Zaya auf und bringt eine Leistung von insgesamt 16 MWp. Damit ist die Anlage 16 Mal leistungsfähiger als die bisher größte in Österreich. Im internationalen Vergleich ist aber auch das noch klein: Bereits 2011 hat im deutschen Brandenburg ein Solarkomplex mit einer Leistung von 166 MWp den Betrieb aufgenommen. Dass es hierzulande noch so wenige große Freiflächen-Photovoltaik-Projekte gibt, liegt an der mangelnden Unterstützung, wie auch die beiden Konzerne bei der Präsentation der Partnerschaft feststellten.

Hoffen auf das „Erneuerbaren Ausbau Gesetz“

Im Unterschied zu Deutschland werden in Österreich bisher nur Solaranlagen auf Gebäuden gefördert. Das von der türkis-blauen Regierung angedachte Erneuerbaren Ausbau Gesetz 2020 hätte das ändern sollen, liegt nun aber auf Eis. Verbund-Vorstandschef Wolfgang Anzengruber ließ bei einer Präsentation vor Journalisten anklingen, dass er auf eine vorgezogene parlamentarische Initiative hoffe. Zu den offenen Fragen zählen auch Einspeisekosten und die Anrechenbarkeit auf die CO2-Bilanz der OMV.

Mit Wasserstoff CO2-Ausstoß senken

OMV und Verbund wollen in Zukunft jedenfalls verstärkt zusammenarbeiten. Derzeit wird auch der Bau einer elektrolytischen Wasserstoffproduktion geprüft. Mit erneuerbarer Energie würde dort grüner Wasserstoff erzeugt werden. Der wiederum könnte von der OMV zum Beispiel genutzt werden, um durch Hydrierung von CO2 den CO2-Ausstoß von Industrieanlagen zu senken. „Diese strategische langfristige Zusammenarbeit der beiden größten österreichischen Energieunternehmen bringt uns einen Riesenschritt voran in die Energiezukunft und zur Realisierung unserer Klimaziele“, so Anzengruber. „Gemeinsam haben wir die Stärke, erneuerbare Energieprojekte in großem Stil in Österreich und international umzusetzen und auf Basis der Zukunftstechnologien Power2Gas und grünem Wasserstoff unser Energiesystem neu auszurichten.“

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