Europäischer Innovationsrat

Invisible-Light Labs erhält EU-Förderung von 2,2 Millionen Euro

Silvan Schmid und Josiane Lafleur, die beiden Gründer von Invisible Light Labs. © Romana Maalouf Photography
Silvan Schmid und Josiane Lafleur, die beiden Gründer von Invisible Light Labs. © Romana Maalouf Photography

Im Jahr 2019 startete das Wiener Jungunternehmen Invisible-Light Labs als Spin-off der TU Wien mit dem Ziel, einen neuartigen Infrarot-Detektor zu entwerfen (Trending Topics berichtete). Mit den für das menschliche Auge nicht sichtbaren Infrarotwellen soll es möglich sein, zum Beispiel Umweltgifte zu entdecken, Lebensmittel zu kontrollieren, oder die Entwicklung von neuen Medikamenten zu unterstützen. Nun erhielt das Startup im Zuge eines groß angelegten Förderprogramms des Europäischen Innovationsrats (EIC) 2,2 Millionen Euro.

Invisible-Light Labs: Dieses Spin-off will mit Infrarotwellen die Umwelt scannen

Zwei Projekte aus Österreich im Förderprogramm

Der EIC hat bei seinem „Transition“-Programm 42 eingereichte Projekte aus den Bereichen Energiegewinnung und -speicherung sowie MedTech ausgewählt. Die erfolgreichen Vorschläge, die aus 292 Einreichungen ausgewählt wurden, erhalten insgesamt 99 Millionen Euro an EU-Mitteln. Invisible-Light Labs gehört zu den Auserwählten. „Wir sind überglücklich, dass wir im Rahmen des Calls 2,2 Millionen Euro an Fördermitteln erhalten haben. Mit diesem Programm werden wir die Welt in die Lage versetzen, das Unsichtbare zu sehen, von der Umwelt bis zur Industrie, von Proteinen bis zu den Sternen“, heißt es von der Jungfirma.

Die erfolgreichen Teilnehmer von EIC-Transition kommen aus 24 EU-Mitgliedstaaten und mit Horizont Europa assoziierten Ländern. Dabei stammen die meisten Teilnehmer aus Deutschland (25), Italien (17) und Spanien (14). Aus Österreich sind immerhin zwei Projekte in dem Programm vertreten. Neben Invisible-Light Labs hat es auch das Projekt PureSurf der Uni Graz in das Programm geschafft. Hierbei geht es um biobasierte Tenside aus erneuerbaren Abfallströmen für die Kreislaufwirtschaft. PureSurf konnte sich eine Förderung von 2,4 Millionen Euro sichern (Tech & Nature berichtete).

PureSurf: Grazer Forscher sichern sich 2,5 Mio. Euro für “grüne” Tenside aus Abfall

Invisible-Light Labs entwickelt ungekühlten Detektor

Invisible-Light Labs hat auch schon in der Vergangenheit Förderungen vom EIC sowie vom Austria Wirtschaftsservice (aws) erhalten. Das Startup konnte bereits einen Prototypen seines Infrarot-Detektors entwerfen. Das Ziel ist laut der Jungfirma, den weltweit ersten „idealen“ ungekühlten Detektor zu bauen, der nur durch grundlegendes Photonenrauschen begrenzt ist. Bestehende Geräte würden oft nur nahe dem absoluten Temperatur-Nullpunkt funktionieren, was den (teuren) Einsatz von Kryogenen (etwa Flüssig-Helium oder Flüssig-Stickstoff) zum Kühlen erfordert.

Dagegen soll der Invisible-Light Labs-Scanner ohne starke Kühlung funktionieren. Die Anwendungsgebiete des Geräts seien vielfältig. Sie reichen von der Entwicklung von neuen Medikamenten über die Überwachung von Umweltgiften und Lebensmittelkontrolle bis hin zum Scannen von Paketen. Die Infrarot-Detektoren von Invisible-Light Labs könnten in fast allen Branchen einsetzbar sein.

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