PAC-Analyse

IT-Trends 2024: Fünf Prognosen zwischen Hyper-Personalisierung und „KI-Inzucht“

© flutie8211 on Pixabay
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PAC, ein führendes europäische Marktanalyse- und Beratungsunternehmen für die IT-Branche, hat die wichtigsten IT-Trends für 2024 zusammengefasst. Fünf zentrale Trends sind es, die laut der Analyse 2024 und darüber hinaus für Unternehmen überdurchschnittliches Wachstum, Effizienzsteigerung und mehr Nachhaltigkeit bringen werden. Wie zu erwarten war, haben viele davon mit AI zu tun.

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1. FinOps für GenAI: Verwaltung von Cloud-Kosten im KI-Zeitalter

Das Jahr 2023 markierte einen Wendepunkt für KI-Services, insbesondere aufgrund von Generative AI (GenAI). ChatGPT und Co erfordern jedoch hohe Rechen- und Datenverarbeitungskapazitäten. Nur durch Cloud-Dienste können diese erschwinglich werden. „Unternehmen müssen daher die Cloud-Service-Kosten für KI in allen Geschäftsbereichen durch FinOps effektiv verwalten und eine Kultur der finanziellen Transparenz und Verantwortlichkeit schaffen“, rät Spencer Izard, Principal Analyst von PAC.

2. MLSecOps: Effektives Sicherheitsmanagement wird zum Muss

Mit der Zunahme der KI-Nutzung steigt auch die Notwendigkeit, Sicherheitspraktiken an Machine Learning-bezogene Workflows anzupassen. MLSecOps-Rahmenwerke, also Sicherheitsmaßnahmen für Machine Learning-Entwicklung, werden daher zunehmend einen höheren Stellenwert bekommen. Eine besondere Herausforderung aufgrund der breiten Palette an KI-Services ist dabei die sogenannte „Multi-Hop-KI“. Darunter versteht man die Verkettung mehrerer KI-Lösungen und ihrer Datensätze zu einer integrierten Pipeline oder Lieferkette. Bei jedem Hop kommt eine andere, oft cloudbasierte KI-Lösung zum Einsatz.

PAC hält dies für einen revolutionären Schritt, aber auch ein Risiko bei der Nutzung von KI. „Dem Mehrwert von KI für Unternehmen steht das Potenzial für neue Formen von Sicherheitsverletzungen gegenüber. Denn Daten sind aus Sicht der Cybersicherheit das wertvollste Gut, das sich böswillige Akteure aneignen können – und da sie das Herzstück aller KI sind, ist dies ein Bereich, mit dem sich CxOs in den kommenden Jahren intensiv befassen müssen“, so Izard.

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3. Umgang mit „KI-Inzucht“

Ein zunehmend relevantes Problem ist die sogenannte „KI-Inzucht“. Dieses Phänomen tritt auf, wenn AI-Systeme überwiegend von anderen KI-generierten Inhalten lernen. Das führt zu einer Verzerrung und Entfremdung der menschlichen Perspektive. „Wir halten dies für ein sehr ernstes Warnsignal für eine potenzielle Zukunft mit schwerwiegenden Auswirkungen auf den Nutzen der KI sowohl für Organisationen als auch für die Gesellschaft“, warnt Spencer Izard. Verantwortungsvolle und erklärbare KI-Tools und Frameworks sollen dieses Problem jedoch bewältigen können.

4. Hyper-Personalisierung: Individuelle Kundenansprache

Seit Jahren streben Unternehmen im B2C- oder D2C-Geschäft danach, digitale Einkaufserlebnisse ähnlich einem persönlichen Einkaufsberater mit möglichst präziser Personalisierung zu bieten. GenAI eröffnet Chancen, Hyper-Personalisierung zu erreichen. PAC prognostiziert, dass ab 2024 die Integration von GenAI in digitale Erlebnisse zunehmen wird. „Dadurch wird GenAI den Zugang zu digitalen Assistentendiensten im Stil eines persönlichen Einkaufsberaters für die Verbraucher demokratisieren, den Kaufzyklus von Unternehmen vereinfachen und neue Umsatzmöglichkeiten schaffen“, prognostiziert Spencer Izard.

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5. Neue ESG-Regulierung: Höhere Anforderungen für nachhaltige IT

Die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) regelt ab 2024 EU-weit die Umweltberichterstattung und forciert damit die internationalen ESG-Bestrebungen. Das betrifft auch die IT. „Unternehmen werden vermehrt nach Partnern suchen, die ihnen helfen, die richtigen Softwarelösungen und Prozesse zu implementieren, um Daten im Zusammenhang mit ESG effizient zu verfolgen, zu sammeln und zu analysieren“, sagt Mopia Kamdoum, Analystin von PAC.

Der Trend zu mehr Nachhaltigkeit wird Unternehmen weiter zu einer Cloud-First-Strategie ermuntern. Neben der Möglichkeit, einzelne Workloads mit vertretbarem Aufwand und Betriebskosten in die Cloud zu migrieren, werden Organisationen zunehmend fragen, wie nachhaltig verschiedene Cloud-Angebote sind. Bei der Auswahl eines Cloud-Anbieters wird Nachhaltigkeit ein Schlüsselfaktor sein.

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