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Jetzt werden Milliarden LUNA-Token nachgedruckt, um UST zu retten

© Micah Williams on Unsplash / Terraform Labs
© Micah Williams on Unsplash / Terraform Labs

Aktuell hat man das Gefühl, den Zusammenbruch einer Währung und die Geschichte der Hyperinflation im Zeitraffer mitverfolgen zu können. Es hat nur wenige Tage gedauert, um den Stablecoin UST und den damit verbundenen Krypto-Token LUNA zum Einsturz zu bringen. Nachdem die Probleme am Wochenende begannen, stürzte der LUNA-Token ins Bodenlose und wird aktuell bei nur mehr 2 US-Cent gehandelt – er hat somit 99,99 Prozent seines Werts verloren.

Parallel dazu geriet der Stablecoin Terra USD (UST) gehörig ins Wanken und verlor seine 1:1-Dollar-Bindung. Für einen UST bekommt man an Kryptobörsen derzeit nur etwa 60 Cent. Damit hat der „Stablecoin“ seine zentrale Funktion verloren und wird seinem Namen nicht mehr gerecht. Wie es zum Absturz kam und welche Rolle dabei das Anchor Protocol hatte, kann man hier nachlesen:

„Stablecoin“ UST kollabiert vor den Augen der Krypto-Community

Nun versucht Terraform Labs rund um Gründer Do Kwon sowie die Luna Foundation Guard (LFG), die sich um die Reserve für den Stablecoin kümmert, UST noch irgendwie zu retten. Die Marktkapitalisierung von LUNA liegt aktuell bei gerade mal 84 Millionen Dollar – das steht einem Market Cap von 7,6 Milliarden Dollar bei UST gegenüber.

UST vernichten, LUNA minten

Nun hat Terraform Labs vorgeschlagen, UST zu vernichten, ohne dafür neue LUNA zu produzieren. Geplant ist, die zirkulierende Menge von UST um 11 Prozent zu senken. Doch die viel drastischere Maßnahme: Wie Daten zeigen, wurden vom 11. auf den 12. Mai einfach mehr als 24 Milliarden (!) neue LUNA-Token produziert. Das hat die Menge an Token vervielfacht und soll dafür sorgen, dass die Marktkapitalisierung wieder auf ein größeres Niveau gehoben wird. Klar: Bei einem Preis für LUNA von wenigen Cent braucht es sehr viele Token, um Gewicht auf die Waage zu bekommen.

Nun ist die Frage, ob diese LUNA-Token es auch in den Markt schaffen – denn irgendwer muss sie auch kaufen und wieder handeln. Es bleibt abzuwarten, ob die Maßnahmen helfen und ob sie vo der Terra-Community angenommen werden – darüber wird aktuell noch abgestimmt („Proposal 1164“) . Aktuell sieht es so aus, als würde sich UST ein wenig erholen.

 

 

Krypto-Krise erschüttert nach UST nun auch weitere „Stablecoins“

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