Insolvenz

Lieferdienst Flink stürzt in Österreich in die Pleite

Lieferdienst Flink
© Flink

Artikel aus dem Supermarkt, innerhalb von 15 Minuten per Fahrradbot:innen an die Haustür geliefert: Das deutsche Unicorn Flink ist einer der großen Vertreter der jungen Quick-Commerce-Schiene und steigerte erste im Sommer 2022 seine Bewertung auf stattliche 4,8 Milliarden Euro. Der deutsche Handelsriese REWE ist ebenfalls an Bord – weswegen man in Österreich in in Wien, Graz und Innsbruck auch aus Billa-Filialen beliefert wurde.

Jetzt steht das Österreichgeschäft von Flink aber vor dem plötzlichen aus. Via Alpenländischem Kreditorenverband ist nämlich soeben bekannt geworden, dass über das Vermögen Flink Austria GmbH ein Konkursverfahren am Handelsgericht Wien eröffnet wurde. Sie ist eine 100-Prozent-Tochter der Flink SE aus Berlin und war im Straßenbild für die Fahrradbot:innen mit den großen pinkfarbenen Rucksäcken bekannt. Doch schon bald dürfte der Betrieb eingestellt werden. Denn die deutsche Mutter will das Österreichgeschäft nicht mehr finanzieren.

Generell steht die Quick-Commerce-Branche unter enormem Druck. Aktuell versuchen Investor:innen, den einstigen Überflieger Gorillas an den türkischen Branchenvorreiter Getir zu verkaufen – und nehmen dafür Abschreibungen von 100 Millionen Euro in Kauf. Streit gab es bei den Lieferdiensten vor allem um die Arbeitsbedingungen der Bot:innen (mitsamt Streit rund um Betriebsräte) sowie um die Standorte, an denen sich Anrainer störten.

Phänomen Gorillas: Wie Dark Stores das klassische Supermarkt-Modell angreifen

22,4 Mio. Euro an Verbindlichkeiten

In Österreich war nicht möglich, dieses Geschäftsmodel gewinnbringend umzusetzen, heißt es seitens des insolventen Unternehmens. „Die deutsche Muttergesellschaft hat in Deutschland eine Restrukturierung eingeleitet und stellt daher keine weiteren finanziellen Mittel zur Verfügung.“ Ob es zu einer Weiterführung des Unternehmens und einer Entschuldung durch einen Sanierungsplan kommen kann, wird sich im Zuge des Verfahrens zeigen. Bisherige Verkaufsversuche konnten jedenfalls nicht erfolgreich abgeschlossen werden.

Betroffen von der Pleite sind 163 Mitarbeiter:innen, außerdem wird von Verbindlichkeiten in Höhe von rund 22,4 Mio. Euro ausgegangen. Flink hat in Österreich zahlreiche Standorte, so genannte Dark Stores betrieben, von denen aus die Bot:innen mit der bestellten Ware aus zu den Kund:innen aufgebrochen sind. In Wien gibt es 11 dieser Standorte, in Innsbruck und Graz jeweils einen.

Flink: Liefer-Unicorn steigert Bewertung auf 4,8 Milliarden Euro

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