Zero Waste

Nackad: Liefer-Startup bietet Lebensmittel in Mehrweggläsern

(v.l.n.r.) Elias Stehrer (Nackad), Felix Urbanek (Rex Eat), Mustafa Cicek (Nackad) © Nackad
(v.l.n.r.) Elias Stehrer (Nackad), Felix Urbanek (Rex Eat), Mustafa Cicek (Nackad) © Nackad

Mehrwegsysteme für die Verpackung von Lebensmitteln sind derzeit ein starker Trend in der heimischen Startup-Szene. So lässt beispielsweise and-less aus Wien Restaurants bei Lieferungen Kunststoffboxen mehrmals „verleihen“ (wir berichteten). Ein weiteres Wiener Jungunternehmen, das sich Zero Waste bei Lebensmittel-Lieferungen auf die Fahnen geschrieben hat, ist Nackad. Bei der erst vergangenen März gestarteten Jungfirma handelt es sich um einen Online-Supermarkt mit einem pfandfreien Mehrwegsystem, das von einer internen Cloud-Software unterstützt wird.

and-less: Startup bietet Mehrwegsystem für Essenslieferung

Einmachgläser sind 21 Tage pfandfrei

Ein Großteil der Produkte von Nackad ist in Mehrweggläsern verpackt. Das Sortiment reicht von Obst und Gemüse über Süßigkeiten bis hin zu Milchprodukten und Getränken sowie Kosmetikartikeln. Die Produzenten, mit denen das Startup kooperiert, verpacken die Produkte dabei selbst. Unter anderem gehören die Bäckerei Öfferl oder die Hoflieferanten zu den Partnerunternehmen von Nackad. Für einige Produkte nutzt die Jungfirma aber auch Papiersäcke, die sie selbst abfüllt.

Alle Produktverpackungen von Nackad sind laut der Jungfirma 21 Tage lang pfandfrei. Kund:innen können die Gläser demnach über 21 Tage lang gratis benutzen. Bestellen sie innerhalb dieses Zeitraums noch einmal etwas, verlängert sich der Zeitrahmen um weitere 21 Tage. Die Software des Webshops von Nackad könne nach diesem Zeitraum automatisch den Pfandbetrag einziehen. Die Preise des Online-Marktplatzes sollen sich in einem ähnlichen Bereich bewegen wie bei den größeren Supermarktketten.

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Nackad hat Partnerschaft mit Rex Eat begonnen

Elias Stehrer, Mitgründer von Nackad, liegt Zero Waste sehr am Herzen. „Oft ist es für Kund:innen mühsam, in diesem Bereich Einkäufe zu tätigen. Teilweise befinden sich Geschäfte nicht in der Nähe, außerdem ist es oft nötig, eigene Behältnisse mitzubringen. Wir wollen Zero Waste für Kund:innen so angenehm und damit so attraktiv wie möglich machen“, sagt Stehrer. Mit den über längeren Zeitraum pfandfreien Mehrweggläsern will Nackad den Plastikmüll stark reduzieren und sich von den zahlreichen Konkurrenten in diesem Bereich unterscheiden.

Das Jungunternehmen will in Zukunft noch stärker auf Nachhaltigkeit setzen, besonders im Bereich der Lieferungen. Dafür hat Nackad kürzlich eine Partnerschaft mit Rex Eat begonnen. Die Wiener Firma bietet ebenfalls Lebensmittel in Einmachgläsern und soll Nackad dabei helfen, ein Liefersystem mit E-Lastenrädern aufzubauen. Derzeit befindet sich das Startup außerdem in Verhandlungen über ein sechsstelliges Investment. Sollte dieses zustande kommen, soll das frische Kapital in den Teamausbau, die weitere Automatisierung der Software sowie in die Fahrzeuge fließen. Ebenfalls arbeitet das Startup derzeit an einer eigenen Shopping-App.

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