Analyse

Herbe Verluste: NFT-Markt liegt am Boden

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NFT. © Milad Fakurian on Unsplash

Im Zuge des Krypto-Crashs 2022 ist auch der NFT-Markt komplett in sich zusammen gebrochen. Waren die Non-Fungible Tokens rund um Bored Ape Yacht CLub, CryptoPunks und Co Anfang des Jahres noch ein absoluter Hype, interessieren die Token im Oktober so gut wie niemanden mehr. Die Handelsvolumina von NFTs sind mittlerweile dorthin zurückgefallen, wo sie Anfang 2021 waren, als der Trend Gestalt annahm.

„Seit dem Zusammenbruch des Kryptomarktes hat das Vertrauen der Anleger:innen in NFTs abgenommen, wobei Unklarheit, Diebstahl und Betrug zusätzliche Nachteile darstellen. Laut NunFungible-Daten erreichte der monatliche NFT-Verkaufswert im Oktober letzten Jahres über 3,1 Mrd. US-Dollar. Fünf Monate später, im Februar 2022, erreichte dieser Wert ein Allzeithoch von 4,5 Mrd. $. In den darauffolgenden Monaten verlangsamte sich der gesamte Markt jedoch erheblich, und der Verkaufswert sank um satte 75 % auf 1,1 Mrd. USD im Juni“, heißt es in einer aktuellen Analyse. Seit Juni ist das Volumen dann noch einmal bis Oktober auf 366,4 Millionen Dollar gefallen.

Auch Daten von The Block in Kooperation mit CryptoSlam zeigen, dass die Volumina drastisch zurück gegangen sind. Auch zeigt sich, dass NFT-Kunst und Sammlerstücke kaum mehr Käufer:innen finden – am ehesten sind NFTs noch im Bereich des Gaming interessant. Hier die Statistiken:

Vorreiter:innen müssen Federn lassen

Dass der Hype stark nachgelassen hat, zeigt sich auch an Einzelbeispielen. So etwa haben die Preise der Bored Ape Yacht Club-NFTs, die einstmals Vorzeigebeispiele waren, stark verloren. „Zum ersten Mal seit August 2021 wird die Bored Ape Yacht Club NFT-Kollektion jetzt unter 100.000 Dollar gehandelt. Ihr Floor-Preis hatte sich seit Mai halbiert, als BAYC NFTs für je 200.000 Dollar verkauft wurden“, heißt es seitens NunFungible. „Auch bei mehreren hoch bewerteten NFT-Kollektionen sind die Preise in den letzten Monaten stark gefallen. Moonbirds haben in den letzten 90 Tagen 60 Prozent ihres Grundpreises verloren, während CloneX in diesem Zeitraum einen Rückgang von 20 Prozent verzeichnete.“

Das OpenSea, Marktführer bei NFT-Marktplätzen, viele Mitarbeiter:innen kündigen musste, zeugt ebenfalls davon, wie es um den jungen Sektor steht. Auch die österreichischen NFT-Projekte waren nicht wirklich mit Erfolg gesegnet. Ob Rapper, Sportler:innen oder Kunst – die Token sind nicht abgehoben (Trending Topics berichtete). Spannend wird, ob es die Branche zu einem Comeback schafft – und ob die EU-Kommission mit eigenen Regeln in den NFT-Markt eingreifen wird.

ÖFB, Klimt, RAF Camora: Durchwachsene Entwicklung der österreichischen NFT-Projekte

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