Quartalszahlen

Nvidia: KI-Boom verschafft Chip-Konzern Rekordgewinn von 6,2 Milliarden Dollar

Nvidia-Server © NVIDIA
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Der US-Chip-Konzern Nvidia hat eine Schlüsselrolle beim Rennen um die Vorherrschaft bei Künstlicher Intelligenz. Alle größeren Tech-Firmen – egal ob Microsoft, Meta, Alphabet oder OpenAI – sind auf die Chips des Unternehmens angewiesen. Das hat dem Unternehmen laut Handelsblatt ein Rekordquartal verschafft. Der Umsatz im abgelaufenen zweiten Quartal betrug 13,5 Milliarden Dollar. Das war mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr. Der Gewinn stieg von 656 Millionen Dollar vor einem Jahr auf knapp 6,2 Milliarden Dollar. Beide Werte übertrafen Analystenerwartungen deutlich.

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Nachfrage nach Chips „gewaltig“

Nvidia-Gründer und CEO Jensen Huang sagt zu den Quartalszahlen: „Unsere Nachfrage ist gewaltig. Wir erweitern unsere Produktionskapazitäten erheblich.“ Trotz der bereits gut laufenden Geschäfte komme der Konzern mit der Fertigung kaum hinterher. „Das Angebot wird für den Rest dieses und das nächste Jahr erheblich steigen. Nvidia hat sich seit über zwei Jahrzehnten darauf vorbereitet“, sagte Huang.

An der Börse erlebte Nvidia einen Kurssprung. Die Papiere des Unternehmens legten im nachbörslichen Handel zwischenzeitlich um mehr als sieben Prozent zu. Seit Jahresanfang hatte sich die Marktkapitalisierung des Konzerns bereits auf fast 1,2 Milliarden Dollar mehr als verdreifacht. Huang hatte Nvidia ursprünglich als Firma gestartet, die Computerchips speziell für Grafikanwendungen wie beispielsweise bei Videospielen produziert. Diese Chips stellten sich jedoch als besonders gut geeignet für Anwendungen zur Künstlichen Intelligenz heraus. Heute setzen alle großen Technologiefirmen für Chips der Firma für ihre KI-Systeme.

Wie Nvidia zur AI-Supermacht aufsteigt

Nvidia spielt in Tech-Oberliga

Alleine der Textroboter ChatGPT von OpenAI soll rund 20.000 der leistungsfähigsten Chips des Konzerns nutzen. Dabei ist es Huang und seinem Unternehmen gelungen, sich langfristig auf dem Markt zu etablieren. Denn Nvidia stellt die firmeneigene Software Cuda kostenlos zur Verfügung. Sie hat sich damit zu einem Standard für viele KI-Projekte entwickelt. Sie funktioniert jedoch nur in Kombination mit den Chips. Vor rund drei Monaten war Nvidia an der Börse erstmals mehr als eine Milliarde Dollar wert. Damit stieg der Chip-Konzern in die Tech-Oberliga auf.

Schon jetzt gelten die besonders leistungsfähigen H100 und A100 Chips von Nvidia als eines der begehrtesten Produkte des Silicon Valley. Dabei will das Unternehmen bereits im Sommer des nächsten Jahres die verbesserte Version GH200 auf den Markt bringen. Der Chip ist besonders auf KI-Anwendungen optimiert. Der Konzern gehe davon aus, dass der neue Chip in besonders vielen Datenzentren auf der Welt zum Einsatz kommen werde, sagte Nvidia-Finanzchefin Colette Kress.

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Geschäft von Konzern lukrativer geworden

Dieser Wandel scheint sich schon jetzt in den Quartalszahlen zu zeigen. Das Segment Datenzentren war in den Geschäftszahlen der am schnellsten wachsende Bereich. Nvidia meldete dort einen Umsatz von 10,3 Milliarden Dollar. Das waren 171 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Noch wichtiger: Das Geschäft ist lukrativer geworden. Die bereinigte Bruttomarge stieg um 25,3 Prozentpunkte auf 71,2 Prozent. Vermutlich ist die Nachfrage nach den Chips so groß, dass der Konzern sie teurer verkaufen kann. Das steigert wiederum den Gewinn.

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