Finanzierungsrunde

Payhawk: Fintech aus Bulgarien sammelt 112 Millionen Dollar ein

Boyko Karadzhov und Hristo Borisov von Payhawk © Payhawk
Boyko Karadzhov und Hristo Borisov von Payhawk © Payhawk

Eine weitere Mega-Finanzierungsrunde im Bereich der Fintechs: Payhawk, ein bulgarischer Anbieter von Firmenkreditkarten, konnte laut TechCrunch satte 112 Millionen Dollar (etwa 100 Millionen Euro) einsammeln. Damit hat er jetzt eine Bewertung von 570 Millionen Dollar. Führend bei der Finanzierung ist die US-Investmentgesellschaft Greenoaks Capital. Die 2018 gegründete Jungfirma hat bereits Niederlassungen in Deutschland und Großbritannien sowie Kund:innen in 27 europäischen Ländern.

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„Automatisieren alle Ausgabenprozesse“

„Die Verwaltung von Unternehmenskreditkarten ist derzeit eine unzusammenhängende Erfahrung, die Finanzteams durch viel manuelle Arbeit überbrücken müssen. Wir entwickeln eine Unternehmenssoftware, die auf einer globalen Zahlungsinfrastruktur läuft und alle Ausgabenprozesse automatisiert. Unser starkes Produkt und unser hochkarätiges Team ermöglichen es uns, mit halsbrecherischer Geschwindigkeit voranzukommen“, sagt Payhawk-CEO Hristo Borisov.

Payhawk will nach eigenen Angaben mehrere Finanzdienste in Unternehmen ersetzen und so die Finanzverwaltung deutlich vereinfachen. Die Kund:innen erhalten bei der Jungfirma ein eigenes Konto mit einer eigenen IBAN. Sie sollen dieses Payhawk-Konto mit ihrem bestehenden Bankkonto verbinden können. Danach sollen sie die Firmenkarte für alles nutzen können, was mit Zahlungen zu tun hat. Es sei möglich, für Mitarbeiter:innen virtuelle und physische Karten auszustellen, für die bestimmte Regeln gelten, beispielsweise ein Teambudget oder ein Genehmigungsworkflow.

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Payhawk zielt auf US-Expansion ab

Bei Transaktionen in Euro, Pfund und US-Dollar fallen keine Umrechnungsgebühren an. Für andere Währungen berechnet Payhawk einen Umrechnungsaufschlag von 1,99 Prozent.  Das Startup kümmert sich auch um den Rechnungseinzug, damit Firmen die Ausgaben ihrer Mitarbeiter:innen abgleichen können. So soll es möglich sein, alle relevanten Zahlungsprozesse an einer Schnittstelle zu verwalten.

Dieses Konzept ist für Investor:innen sehr attraktiv. Neben Neueinsteiger Greenoaks Capital waren bei der neuen Runde auch bestehende Anleger:innen wie QED Investors und Earlybird Digital East beteiligt. Erst im April 2021 konnte Payhawk schon 20 Millionen Dollar einsammeln. Seitdem konnte das Startup nach eigenen Angaben einen Anstieg des Transaktionsvolumens um gewaltige 663 Prozent verzeichnen. Das neue Kapital soll nun in die Expansion in die USA sowie in die Niederlande, Australien und Singapur fließen. Payhawk könnte im Bereich der Fintechs also schon bald zu einem echten globalen Player werden.

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