Nasdaq

Polestar: Starkes Börsendebüt für den Tesla-Herausforderer

© Polestar
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Es gibt eine neue Elektroauto-Firma an der Börse, und sie heißt Polestar. Das Börsendebüt der Volvo-Tochter, die wiederum zum chinesischen Konzern Geely gehört, ist nach einem holprigen Anlauf durchaus geglückt. Zwar stürzte der Kurse der Aktie, die an der Nasdaq in New York unter dem Kürzel PSNY gehandelt, nach dem Start ordentlich ab, erholte sich dann aber wieder. Mit Handelsbeginn am Montag kann das Unternehmen, das sich Nachhaltigkeit in der Mobilität auf die Fahnen schreibt, eine Bewertung von etwa 20 Milliarden Dollar vorweisen.

Und das ist ordentlich. Denn die beiden Mutterunternehmen Volvo und Geely sind ihrerseits jeweils etwa 24 Milliarden Dollar an der Börse wert. Und neuere E-Autofirmen wie Rivian, Lucid Motors oder Xpeng sind auch in etwa in der Größenordnung. Nach herberen Kursverlusten pendeln deren Marktkapitalisierungen zwischen 25 und 32 Milliarden Dollar. Von Tesla mit seinen 760 Milliarden Dollar Börsenwert und bald mehr als zwei Millionen verkauften Fahrzeugen ist Polestar aber noch weit entfernt.

Den Börsengang schaffte das 2017 gestartete Unternehmen über ein SPAC: Die Börsennotierung erfolgte durch einen Unternehmenszusammenschluss mit Gores Guggenheim, Inc. über eine Special Purpose Acquisition Company, gegründet von Tochtergesellschaften der Gores Group und Guggenheim Capital.

Polestar verkauft Autovermieter Hertz 65.000 E-Autos

Mercedes-Shareholder Geely im Hintergrund

Das Besondere an Polestar ist, dass es mit Geely einen großen produzierenden chinesischen Autohersteller im Hintergrund gibt, der selbst mittlerweile der größte Shareholder bei Mercedes-Benz ist. Außerdem hat Polestar auch die Marke Volvo im Rücken, die nach wie vor großes Vertrauen bei europäischen Konsument:innen genießt. Polestar hat außerdem auch bereits einigen Absatz geschafft und aktuell etwa 55.000 Fahrzeuge auf den Straßen – das ist deutlich mehr als so manch anderes EV-Startup.

Über den Börsnegang konnte Polestar etwa 800 Millionen Dollar einnehmen. „Bis 2025 wollen wir 290.000 Autos pro Jahr verkaufen, zehnmal mehr als noch im Jahr 2021. Wir betreiben bereits ein reales und erfolgreiches Geschäft; dieser Börsengang gibt uns die Mittel und die Plattform, um unsere ehrgeizigen Zukunftspläne umzusetzen und unsere branchenführenden Nachhaltigkeitsziele voranzutreiben“, heißt es in einem Statement von Thomas Ingenlath, CEO von Polestar.

Aktuell hat man mit dem Polestar 2 erst ein vollelektrisches Auto am Markt – das 1er-Modell ist ein Hybrid. Besonders wichtig wird die Markteinführung des ersten Elektro-SUV, dem Polestar 3, werden – denn da rechnet sich das Unternehmen „Wachstum in den attraktivsten, margenstarken globalen Elektroauto-Segmenten“ aus. Mit dem Polestar 3 wird man in Konkurrenz zu Teslas Model Y und den Elektro-SUVs der deutschen Autobauer treten.

Im Vergleich zu anderen E-Auto-Aktien hat sich PSNY seit dem Börsendebüt überdurchschnittlich gut entwickelt:

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