Finanzierunsrunde

Relai: Schweizer Bitcoin-Startup holt Millionen-Investment an Bord

Das Management-Team von Relai. © Relai App
Das Management-Team von Relai. © Relai App

Der Markt für Bitcoin-Anwendungen aller Art wächst weiter. Besonders auffällig in letzter Zeit in Europa ist die Schweizer App Relai, die sich ausschließlich auf den sehr einfachen Kauf von Bitcoin fokussiert. Das Gründer-Team rund um CEO Julian Liniger zählt eigenen Angaben zufolge 24.000 aktive Nutzer:innen in ganz Europa, die sich über die Schweizer App regelmäßig BTC (hauptsächlich zu Sparzwecken) kaufen. Attraktiv ist Relai vor allem deshalb, weil man in der Schweiz (noch) ohne Identitätskontrolle Bitcoin im Gegenwert von 5.000 CHF pro Transaktion kaufen kann.

Nun setzt das 2020 gestartete Startup zum nächsten Schritt an und will mit einer Crowd-Kampagne Geld einsammeln und sich zu einer Bewertung im mittleren zweistelligen Millionenbereich aufschwingen. Schon im Vorfeld der öffentlichen Investing-Phase haben Investoren (u.a. N26-Investor Redalpine) in einem privaten Crowd-Sale 1,2 Millionen Euro investiert. „Wir haben 2021 zum ersten Mal in Relai investiert und haben nicht gezögert, unser Engagement aufzustocken, als sich uns diesmal die Gelegenheit bot“, heißt es seitens Harald Nieder, General Partner bei Redalpine. 2021 gab es bereits 1,3 Millionen für Relai, als neben redalpine auch Polytech Ventures, Fulgur Ventures und ACE & Company einstiegen.

Relai: Das Startup, wo man Bitcoin ohne Ausweiskontrolle kaufen kann

VISA-Debitkarte in Planung

Nun bleibt abzuwarten, wie viel zusätzliches Kapital via CrowdCube aufgestellt werden kann. Über die Crowdinvesting-Plattform wird mit so genannten Convertibles investiert: Das sind Wandeldarlehen, die zu einem späteren Zeitpunkt, in der Regel nach Abschluss einer weiteren Finanzierungsrunde, in Aktien des Unternehmens umgewandelt werden. Investor:innen sollen „Stammaktien von Relai mit einer Unternehmensbewertung von 40 Millionen CHF“ erhalten, heißt es auf der Unternehmenswebseite.

Mit dem frischen Kapital will das Team von Liniger, das bis dato etwa 80.000 App-Downloads zählte, in Europa wachsen. „Relai wird die Mittel aus dieser Runde nutzen, um seine Nutzerbasis in Europa zu vergrößern. Darüber hinaus plant das Unternehmen, seine Benutzeroberfläche noch einfacher zu gestalten, insbesondere für diejenigen, die noch keine Erfahrung mit dem Kauf und Verkauf von Bitcoin haben, heißt es aus dem Schweizer Unternehmen. „Relai möchte zusätzliche Funktionen wie eine VISA-Debitkarte einführen und hat das Ziel, den Kauf und Verkauf von Bitcoin von jedem Ort der Welt aus zu ermöglichen.“ Bis dato haben sich Nutzer:innen der App Bitcoin im Gegenwert von etwa 35 Mio. Euro über die App gekauft.

Das Geschäftsmodell des jungen Unternehmens ist relativ simpel gestrickt: Auf jede Transaktion wird eine eine Pauschalprovision von 1 – 2,5% verrechnet. Für Crowd-Investor:innen, die mehr als 5.000 Euro investieren, entfällt diese Transaktionsgebühr – je mehr man investiert, desto mehr Monate kann man künftig quasi gratis BTC in der App einkaufen.

„Angriff auf Krypto“: Schweizer Schwellenwert für anonyme Bitcoin-Käufe soll sinken

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