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Sinsoma: Tiroler Startup macht schnelle Jagd auf Co­rona-Mu­tatio­nen

© Sinsoma GmbH
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Die britische Coronavirus-Variante hält die Welt in Atem – und ein Tiroler Universitäts-Spin-off macht nun Jagd darauf. Das 2018 gegründete Startup Sinsoma hat ein Verfahren entwickelt, mit dessen Hilfe man innerhalb von drei Stunden B.1.1.7 ausschließen kann. Das funktioniert über einen eigens entwickelten PCR-Test. Mit Hilfe eines Sequenzierungsverfahren kann innerhalb von 48 Stunden die britische sowie weitere Varianten dann auch eindeutig nachweisen.

Sinsoma hat sich seit der Gründung 2018 generell auf die Analyse von DNA-Spuren spezialisiert und das Know-how bisher in verschiedensten Bereichen wie etwa der Artidentifikation von Fledermäusen, zum Fischotter-Screening in Bayern oder beim Barcoding von Pilzkulturen eingesetzt. Im März 2020 hat das Spin-off gemeinsam mit den Instituten für Zoologie und Mikrobiologie der Universität Innsbruck ein Testverfahren zum Nachweis von SARS-CoV-2 entwickelt, das seit Mitte Mai 2020 erfolgreich im Einsatz ist.

Jetzt geht es um die Jagd nach der neuen, bedrohlichen britischen Corona-Variante. „Dank der abgewandelten Methode unseres PCR-Verfahrens können wir die britische Variante in nur drei Stunden praktisch ausschließen. Das ist durch den Nachweis einer bestimmten Veränderung im für das Coronavirus charakteristischen Spike-Protein möglich“, so Martina Gruber aus dem Entwicklungsteam von Sinsoma. „Diese Mutation kommt in über 99 Prozent aller Fälle der britischen Coronanvirus-Variante vor, weshalb wir bei ihrem Fehlen sehr sicher sagen können, dass es sich nicht um diese Variante des Coronavirus handelt.“

Britische, brasilianische oder südafrikanische Variante

Das in Tirol entwickelte Verfahren sei weniger fehleranfällig als andere, weil eindeutiger zwischen mutierter und ursprünglicher Variante des Coronavirus unterschieden werden könne – andere Tests hingegen würden lediglich ein negatives Ergebnis im Fall einer Mutation bringen.

Auch wenn es ins Detail gehen soll, hat Sinsoma ein Verfahren parat. Mittels Sequenzierung des Coronavirus-Erbguts können neben der britischen Variante auch weitere, wie etwa die brasilianische oder südafrikanische Variante, in nur 48 Stunden nachgewiesen werden. „Auf der Suche nach möglichen Virus-Mutationen untersuchen wir gezielt einen bestimmten Abschnitt des Virus Genoms, der eine Identifizierung der oben genannten Varianten erlaubt“, so Gruber weiter. „Das erspart uns einiges an Zeit.“

Sinsoma wurde 2018 von Michael Traugott, Professor am Institut für Zoologie der Universität Innsbruck, gegründet, der seither ein Team aufgebaut hat. Die Unternehmensbeteiligungsgesellschaft der Uni Innsbruck ist mit zehn Prozent an Sinsoma beteiligt.

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