Interview

TF Bank: Kostenlose schwedische Onlinebank auch in Österreich gestartet

Verena Neudecker, Country Manager TF Bank Germany. © TF Bank
Verena Neudecker, Country Manager TF Bank Germany. © TF Bank

Die TF Bank expandierte als reine Onlinebank nach Österreich. Was war die Idee dahinter? „Die TF Bank AB ist eine digitale Bank und wurde 1987 in Schweden gegründet. Neben ihrem Hauptsitz in Schweden führt sie über Zweigstellen oder grenzüberschreitende Präsenzen Einlagen- und Kreditgeschäfte in Finnland, Norwegen, Dänemark, Estland, Lettland, Litauen, Polen, Deutschland, Spanien und Österreich“, erzählt Verena Neudecker, Country Managerin TF Bank Germany. Hierzulande ist sie ebenfalls als „TF Bank AB“ tätig. Das Geschäft unterteilt Neudecker in drei Segmente: „Konsumentenkredite, E-Commerce-Lösungen und Kreditkarten. Das Produktangebot unterscheidet sich von Markt zu Markt und wird jeweils an die spezifischen Bedingungen in jedem Land angepasst.“

TF Bank: „Verfolgen klare Wachstumsstrategie“

In Österreich präsentiert sich die TF Bank als rein digitale Bank. „Kreditkarten wurden in der Vergangenheit zunächst in Norwegen, später in Deutschland angeboten“, erklärt Neudecker. „Die Einführung der Kreditkarte in Deutschland war ein voller Erfolg und hat das Kreditkartensegment in den vergangenen vier Jahren stark wachsen lassen.“ Allein in 2021 sei der  Kreditbestand um 154 Prozent gestiegen. „Der Erfolg in Deutschland macht Kreditkarten für die TF Bank zu einem sehr vielversprechenden Produkt. Wir haben eine ganz klare Wachstumsphilosophie, die auf organisches, kontrolliertes Wachstum baut und entwickeln attraktive Angebote, mit denen wir mit dem Markt mitwachsen können“, fährt sie fort. „Das Kreditkartensegment stellt für uns dabei neue Wachstumsmöglichkeiten dar, die im Einklang mit der Ausrichtung auf organisches Wachstum stehen. Also haben wir in Österreich einen wichtigen neuen Markt entdeckt, der uns die Möglichkeit bietet, auf den Erfolg in Deutschland aufzubauen, organisch zu wachsen und das Kreditkartensegment weiter auszubauen.“

Flexible Modelle, alles online

Letztlich soll auch im heimischen Bankensektor umgedacht werden. „Als schwedische Online-Bank möchten wir das fortschrittliche digitale Denken und Handeln der Skandinavier mit nach Österreich bringen, um auch hier die vielseitigen Möglichkeiten und Vorteile der Digitalisierung weiter nach vorne zu bringen.“ Helfen sollen dabei auch flexible Modelle und eine gesteigerte Sicherheit. „Im Umgang mit Finanzen hat Sicherheit selbstverständlich oberste Priorität“, heißt es von der TF Bank. „Neben der gesetzlich vorgegebenen Zwei-Faktor-Authentifizierung, die wir durch den Mastercard® Identity Check garantieren, versuchen wir unsere Produkte darüber hinaus besonders sicher für unsere Kund:innen zu gestalten, bieten ihnen transparente Informationen und einen umfangreichen Kundensupport, um sie nicht nur reaktiv bei Missbrauch zu schützen, sondern aktiv Fraud und Missbrauchsfälle zu verhindern.“

Die erwähnten flexiblen Modelle beziehen sich auf die Kreditkarte. „Kund:innen können ganz individuell selbst darüber entscheidet, wie die Kreditkarte genutzt werden soll. Dafür bieten wir etwa verschiedene Rückzahlungsoptionen an, mit denen Kund:innen beispielsweise eine flexible Ratenzahlung wählen können“, erklärt Neudecker. „Flexibilität durch Digitalisierung“ sei das Stichwort. „Das geht bereits bei der einfachen Online-Beantragung los und zieht sich bis hin zu vielseitigen digitalen Möglichkeiten, sich von unserem Kundensupport beraten zu lassen.“

Digitale Kundenbetreuung

Physische Bankfilialen gibt es hingegen nicht. Die Kundenbetreuung erfolgt also ausschließlich digital – die Zukunft im Bankwesen? „Kund:innen entscheiden selbst, wie sie uns bei Fragen oder Problemen erreichen möchten, ob per E-Mail, Telefon, über Social Media oder über Online-Bewertungsportale. Wir stehen ihnen digital zur Verfügung.“ Das habe auch Vorteile, weiß die Country Managerin: „Die Online-Beratung bietet Kund:innen die Flexibilität, uns von da aus zu erreichen, wo sie gerade sind. Der Weg zur Bankfiliale wird eingespart – und das ist gerade in der mobilen Zeit, in der wir uns befinden, ein riesiger Pluspunkt.“ Künftig will man noch einen Schritt weiter gehen: „Wir glauben auch, dass künstliche Intelligenz im Kundenservice großer Bestandteil der Zukunft sein wird: Ein digitales System, das mit der Zeit lernt und sich kontinuierlich weiterentwickelt, um es Kund:innen zu ermöglichen, innerhalb weniger Sekunden die Antwort auf Fragen oder Probleme zu erhalten.“

Mobile Zukunft im Bankwesen

Die Zukunft im Bankenwesen sehe man daher „ganz klar digital und mobil“. Sogar die Website der TF Bank werde hauptsächlich vom Smartphone aufgerufen, berichtet Neudecker. „Daher haben wir unser Produkt von Anfang an auf mobile Nutzung ausgelegt, von responsive Webdesign bis hin zur kurzen Antragstrecke, die perfekt für mobile Endgeräte geeignet ist, alles mitgedacht.“ Kund:innen würden heute Informationen zu ihren Konten abrufen wollen, „wann immer sie es gerade wünschen“, ob um drei Uhr nachts oder in der U-Bahn auf dem Weg zur Arbeit.

Das Ganze ist für Neukund:innen kostenlos: „Das Schöne ist, dass wir ein rundum gebührenfreies Produkt anbieten können“, erklärt Verena Neudecker. „Bei der TF Bank zahlen die Kunden für die Mastercard® Gold weder eine Jahres- noch eine Eröffnungsgebühr, darüber hinaus fallen auch beim weltweiten Zahlen und Abheben keine Gebühren an. Insgesamt ist unsere Kreditkarte auch wunderbar für Reisen geeignet, auch hier entfallen Auslandseinsatz- sowie Fremdwährungsgebühren.“ Langfristig sollen diese Extras dabei helfen, den Markt zu erobern: „Insgesamt ist es natürlich unser Fokus, das Produkt den Wünschen unserer österreichischen Kund:innen anzupassen. Wir freuen uns bereits auf viele weitere Funktionen und Erweiterungen, die in naher Zukunft auf uns warten.“

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