Finanzierungsrunde

ToolSense: 8 Mio. Euro Series A für Wiener Startup – PlanRadar-Founder steigen ein

Die ToolSense-Gründer Alexander Manafi, Benjamin Petterle und Rostyslav Yavorskyi. © ToolSense
Die ToolSense-Gründer Alexander Manafi, Benjamin Petterle und Rostyslav Yavorskyi. © ToolSense

Sie sind durch das Tracking von Bohr- und Baumaschinen bekannt geworden, bieten ihren Kund:innen aber mittlerweile schon viel mehr: Das Wiener Startup ToolSense hat rund um die Erfassung von kleinen bis ganz großen Baugeräten (z.B. Bagger) eine komplette Asset Operations Platform gebaut, mit der Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen diese Assets verwalten. Das hat so großen Anklang gefunden, dass ToolSense heute eine Series-A-Finanzierungsrunde von satten 8 Millionen Euro bekannt geben kann.

Und da gibt es nun einen spannenden neuen Lead-Investor. Nämlich den Wirtschaftsprüfe und Unternehmensberater PwC bzw. eigentlich dessen relativ neue Beteiligungsgesellschaft PwC IIoT, die sich dem Kürzel nach eben auf „Industrial IoT“ spezialisiert hat. Weiteres Geld kommt von den Bestandsinvestoren Matterwave Ventures und aws Gründerfonds, und mit den beiden PlanRadar-Mitgründern Sander Van de Rijdt und Ibrahim Imam sind auch gleich passende Business Angels aus der Digital-Baubranche an Bord gekommen.

PwC stemmt mehr als 5 Mio. Euro der Runde

Etwa zwei Drittel der Finanzierungsumme, also rund 5,4 Mio. Euro, kommen von PwC Deutschland. „PwC arbeitet mit sehr vielen mittelständischen Unternehmen, mit Maschinenbauern, mit der Industrie, mit Flughäfen, also mit ganz vielen Ungternehmen, die man als Asset-intensiv klassifizieren kann“, sagt ToolSense-CEO Alexander Manafi, der das Startup gemeinsam mit Benjamin Petterle und Rostyslav Yavorskyi als Spin-off der FH Technikum in Wien an den Start brachte. „Das sind für uns wichtige Zielkunden. Und PwC will einerseits fertige digitale Lösungen über ihr Netzwerk zu den Kunden bringen und andererseits Industrial-IoT-Firmen am Markt helfen, um an deren Wertsteigerung zu partizipieren. Für uns ist das cool, weil wir so Zugriff auf sehr viele PwC-Ressourcen bekommen, die man sich als Startup normalerweise nicht leisten kann.“

„Mit dieser Beteiligung ergänzen wir sinnvoll unser Portfolio, erhalten Einsichten aus einem ganz neuen Blickwinkel, was die Themen Smart Assistance und Asset-Operations angeht und stärken unser Ökosystem rund um die industrielle Digitalisierung. Damit schaffen wir Synergieeffekte und treiben die Digitalisierung in Deutschland und Europa weiter voran“, so Matthias Odrobina, Geschäftsführer der PwC Holdings Germany GmbH, in einer Aussendung.

PlanRadar-Mitgründer kommen an Bord

ToolSense argumentiert bei Kunden, dass der Einsatz der Hardware-Software-Kombination zu einer 20-prozentigen Produktivitätssteigerung, einer 60-prozentigen Verringerung ungeplanter Ausfallzeiten und in Summe zu 20-prozentigen jährlichen Einsparungen bei den Anlagen- und Wartungskosten kommt. Die Branchen, in denen die Lösungen des Wiener Startups am meisten genutzt werden, sind die Baubranche sowie im Facility Management, wo es etwa darum geht, Staubsauger und Reinigungsgeräte über viel Gebäude hinweg zu organisieren. Insgesamt sind 700 Unternehmen in 30 Ländern Kunden geworden, unter anderem Tyrolit, Leonhard Weiss, WISAG, Compass Group oder STIHL.

„Die PlanRadar-Jungs haben natürlich viel Erfahrung in der Baubranche und bei der Vertriebsskalierung“, sagt Manafi zu den beiden neuen Business Angels im Cap Table. Wird man da eine naheliegende Kooperation mit dem Wiener Scale-up, das die Digitalisierung von Bauplänen vorantreibt, eingehen? „Grundsätzlich gibt es viele Möglichkeiten, wir haben uns aber noch nichts Konkretes in die Richtung angeschaut. Aber klar: Die Kunden sind spannend. Bei PlanRadar ist ja eher die Frage, bei welcher Baufirma die nicht unterwegs sind“, schmunzelt Manafi. „Das ist natürlich super spannend für uns.“

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„Wir verkaufen einen klaren Business Case“

„Die Daten, die da entstehen, gehören immer den Firmen. Wir haben da keine Monetarisierung dieser Daten angedacht. Wir erfassen auch keine Personen-bezogenen Daten, es gibt etwa keine Zeiterfassung für Mitarbeiter:innen“, sagt Manafi. Der Hauptgrund, warum Firmen ToolSense einsetzen, ist ein ganz klarer, schneller Return Of Investment (ROI) – also wenn sie sich unterm Strich durch den Einsatz eindeutig Geld sparen können. „Wir verkaufen nicht nur die Lösung und eine Erleichterung, sondern einen klaren Business Case. Das macht es im Vertrieb einfacher, wir sind sehr stark Customer Success-lastig.“

Strategisch würde man nach dem Motto „Land & Expand“ vorgehen. Man versuche zuerst, in einem Land oder einer Niederlassung einer Firma Fuß zu fassen, und bei Erfolg würde man dann im ganzen Unternehmen expandieren können. Heute sei man noch sehr stark in den beiden Branchen Bau und Facility Management unterwegs, aber das wolle man ausweiten – sogar Fitness-Center würden ToolSense verwenden. Manafi: „Unser Ziel ist ganz klar, das wir weltweit Marktführer werden. Das ist ein globales Thema, unsere Kunden sind global.“

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