Berlin

Unu: E-Scooter-Startup nach geplatzter Finanzierungsrunde in Insolvenz

unu Director of Mobility Services, Felix Jakobsen. © Unu
unu Director of Mobility Services, Felix Jakobsen. © Unu

Eine Zeit lang waren ihre Elektroroller ziemlich angesagt, aber dann kamen die Probleme – und zwar so große, dass Unu soeben seine Kund:innen per Mail verständigt hat, dass das Berliner Startup in die Insolvenz geschlittert ist. Unu wurde 2013 in Berlin von Mathieu Caudal und Pascal Blum gegründet, und hat seine E-Scooter in Deutschland, Österreich, Frankreich und den Niederlanden verkauft. Nun wird eine Sanierung im Insolvenzverfahren angestrebt.

„In den vergangenen Jahren hat Unu bereits eine Reihe signifikanter Herausforderungen überstanden: Von einem sechsmonatigen pandemiebedingten Produktionsstopp über einen verheerenden Lagerhausbrand bis hin zu den weitreichenden Auswirkungen der Chip- und Container-Krisen. Trotz dieser Herausforderungen gelang es dem Unternehmen, seine Verluste seit Beginn der Corona-Pandemie erheblich zu reduzieren“, heißt es in einer Aussendung.

Doch nun sei das Ende der Fahnenstange erreicht, auch, weil eine geplante Finanzierungsrunde platzte. „Die aktuelle Inflation und die Zurückhaltung vieler Kunden hat den Markt für Roller in den Kernmärkten des Unternehmens um über 50 Prozent einbrechen lassen. Dieser stark gesunkene Rückgang der Nachfrage, kombiniert mit den gestiegenen Material- und Logistikkosten, hat das Geschäftsmodell von UNU zunehmend gefährdet“, heißt es weiter.

„Diese Entwicklungen haben dazu geführt, dass die aktuelle Finanzierungsrunde nicht erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Da somit die Finanzierung des Unternehmens für die nächsten zwölf Monate nicht gesichert war, sah sich die Geschäftsführung gezwungen, einen Insolvenzantrag stellen zu müssen.“

unu: Der neue Elektroroller des Berliner Startups kommt vernetzt und mit Display

Gute Chance auf Sanierung – unklare Lage für Bestandskund:innen

Laut Insolvenzverwalter Dr. Gordon Geiser von GT Restructuring bestehe eine gute Chance, dass das Unternehmen saniert werden könne – unter anderem, weil es eine starke Offline-Präsenz bei Handelspartnern gebe, und weil ein Abomodell eingeführt wurde, über das die Roller monatsweise bezahlt werden.

Geplant ist derzeit, dass der Betrieb weiter normal läuft, so sollen etwa App und Server weiter laufen, und der Online-Store am 27. November wieder zurückkommen. Bereits eingegangene Bestellungen sollen so gut wie möglich noch erfüllt werden. Wer bereits schon eine Anzahlung geleistet hat, für den solle eine Lösung in Abstimmung mit dem Insolvenzverwalter gefunden werde – da bitte man um „ein wenig Geduld“. Bezüglich Reparaturen und Ersatzteilen würde man derzeit mit den Service-Partnern verhandeln. Und: Wer einen Unu-Roller per Abo fährt, der könne weiter den monatlichen Betrag zahlen, und den Scooter behalten. Weitere Details für Kund:innen finden sich hier.

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