Kooperation

Unverschwendet: Lebensmittelretter:innen machen den großen Deal mit Hofer

Cornelia & Andreas Diesenreiter. © Unverschwendet
Cornelia & Andreas Diesenreiter. © Unverschwendet

Wer Lebensmittelabfallvermeidung in Österreich sagt, der muss auch Unverschwendet sagen. Denn das Social Business Unverschwendet von Cornelia und Andreas Diesenreiter gehört hierzulande zu den Urgesteinen der Lebensmittelretter:innen-Szene. Nachdem sie sich eine treue Anhänger:innenschaft aufgebaut haben und etwa 350 Tonnen Lebensmittel gerettet haben, kommt nun aber der ganz große Deal.

Denn Unverschwendet hat mit Hofer einen der größten Supermärkte überhaupt als Kooperationspartner bekommen. Bisher hat das 2016 gegründete Startup Marmeladen, Chutneys, Eingelegtes oder Sirupe aus Obst und Gemüse produziert, das ansonsten weggeschmissen worden wäre – und hauptsächlich im Netz, in  der eigenen Feinkostmanufaktur am Wiener Schwendermarkt, in Greißlereien und ausgewählten Billa- und Metro-Filialen verkauft.

Mit Hofer aus der riesigen Unternehmensgruppe Aldi Süd hingegen kommt die neue, gemeinsame Marke Rettenswert in alle 530 Hofer-Filialen in Österreich. Angeboten werden Antipasti, Pestos, süße und saure Aufstriche, Ketchup und Chutneys unter der neuen Marke.

WKO Klimaheld:innen: Unverschwendet rettet das Obst und Gemüse, das andere nicht wollen

© Unverschwendet
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100 Tonnen in der ersten Tranche

Das Obst und Gemüse, aus denen die Produkte gefertigt werden, kommen dabei als Überschuss- und Ausschussware aus unterschiedlichen Bereichen der Wertschöpfungskette: direkt vom Feld, vom landwirtschaftlichen Betrieb, aus Sortieranlagen, aus der Logistik, aus dem Lager und aus weiterverarbeitenden Betrieben.

Für Unverschwendet zeigt sich die Möglichkeit zur Skalierung sehr deutlich. „Alleine durch die ersten Tranchen, mit der wir alle 530 HOFER Filialen in Österreich versorgen, konnten wir bereits rund 100 Tonnen an kostbaren Lebensmitteln retten“, so die Gründer:innen. Das ist fast ein Drittel dessen, was die beiden über ihre kleine Manufaktur in sechs Jahren schafften. Die eigene Marke und den Stand am Schwendermarkt wollen die beiden weiter betreiben.

Bei Hofer denkt man, dass man in Sachen Lebensmittelrettung nun vorgelegt hat. CEO Horst Leitner sagt ein einer Aussendung: „Als erster Lebensmittelhändler, der Überschüsse aus der gesamten vorgelagerten Wertschöpfungskette rettet, sind wir damit Impulsgeber in der Branche.“

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