Coronavirus

Wiener Polizei spürt mit Verkehrs-Drohnen Menschenansammlungen auf

Drohnen sollen via 5G gesteuert werden. © Pexels
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In Wien spürt die Polizei nicht erlaubte Menschen-Ansammlungen mitunter auch per Drohne auf. Das verriet Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) im Ö1-Morgenjournal. Es würden aber keine eigenen Einsätze mit Drohnen geflogen, um die Ausgangsbeschränkungen zu kontrollieren. Handydaten hingegen würden zur Überwachung gar nicht eingesetzt.

Die Drohnen kommen in Wien offenbar in erster Linie zur Verkehrsüberwachung zum Einsatz. „Es gibt einen Drohneneinsatz in Wien, um den Verkehr zu überwachen“, bestätigte Nehammer. „Dabei kann man gleichzeitig schauen, ob es auch Menschenansammlungen gibt“. Eigene Drohneneinsätze zur Überwachung der Corona-Maßnahmen gäbe es aber nicht. „Handydaten setzen wir gar nicht dazu ein“.

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2.893 Anzeigen bis Sonntag

„Wir haben nach wie vor das Bild, das 95 Prozent der Bevölkerung sensationell kooperieren“, sagte Nehammer im Radio. „Dann gibt es halt 5 Prozent, die das noch nicht kapiert haben“. 2.893 Anzeigen habe die Polizei in Österreich bis Sonntag wegen Verstößen gegen das Maßnahmengesetz ausgesprochen. In Niederösterreich musste die Polizei sogar „Coronapartys“ auflösen.

Am Samstag hatte die Regierung eine erneute Verschärfung der Ausgangsbeschränkung ausgesprochen. Nachdem das schöne Wetter zahlreiche Menschen in Naherholungsgebiete lockte, wurden Fahrradausflüge beschränkt. Mit dem Rad sind keine Gruppenfahrten mehr erlaubt und keine mehrstündigen Fahren alleine, aufgrund der Verletzungsgefahr. Außerdem ist es jetzt verboten, mit dem Rad in Öffis zu einem Fahrrad-Ausflug zu fahren.

Entschuldigung für übereifriges Mahnen

Die Ausgangsregelungen sorgen allerdings auch für einige Unklarheiten. Nehammer betonte, dass Spaziergänge oder Joggen gehen nach wie vor erlaubt seien, nur eben bitte, ohne dabei Gruppen zu bilden. „Auch für uns als Polizei war die Anfangssituation neu“, entschuldigte er sich bei möglicherweise übereifrig von der Polizei gemahnten Bürgern. „Wenn es da zu Fehlern gekommen ist, tut mir das leid. Wir haben jetzt dafür gesorgt, dass es einen Standard gibt, wann und wie eingeschritten wird“.

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