Seed-Runde

Wiener Tech-Startup Jentis sammelt drei Millionen Euro ein

Das Jentis-Team © Jentis
Das Jentis-Team © Jentis

Das Wiener Webtracking- und Data-Privacy-Compliance-Startup Jentis hat eine zweite Seed-Runde erfolgreich abgeschlossen und über drei Millionen Euro frisches Wachstumskapital an Bord geholt. Die 2020 gegründete Jungfirma hat eine Web-Technologie entwickelt, die Website-Betreibern (Publishern und E-Commerce-Unternehmen) mehr Datenqualität und Datenhoheit bei gleichzeitig voller Datenschutzkonformität sichern soll.

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Pragmatech Ventures ist der Hauptinvestor

Angeführt wurde die Finanzierungsrunde vom schweizerisch-ukrainischen Startup-Studio und Venture-Capital-Geber Pragmatech Ventures. Neben Bestands­inves­toren, die die erneute Finanzierungsrunde ebenfalls mit­gingen, beteiligte sich auch der AWS – Austria Wirtschaftsservice an der neuer­lichen Seed-Runde. Mit ihm hat Jentis ein Double Equity-Programm in Höhe von 900.000 Euro gezeichnet.

„Wir freuen uns sehr und sind stolz darauf, dass wir Pragmatech Ventures als Leadinvestor gewinnen konnten. Das Team besticht durch seine hohe Technologiekompetenz, und ich bin sicher, dass die Fondsgründer als selbst erfolgreiche Unternehmer im B2B-Software-Segment uns mit ihrer Expertise maßgeblich auf unserem weiteren Weg unterstützen können“, sagt Klaus Müller, Co-CEO von Jentis.

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Jentis verspricht Website-Betreibern Datensouveränität

Das Unternehmen hat eine SaaS-Lösung entwickelt, die sicherstellt, dass im Browser von Website-Nutzer:innen erfasste Daten prinzipiell zunächst dem Website-Betreiber zukommen. Anders als beim herkömmlichen client-side Tracking, bei dem Daten automatisch und direkt an beispielsweise Analytics-Tools abfließen, soll der Website-Betreiber hier die Datensouveränität inklusive aller Rohdaten haben. Das soll Datenverluste eliminieren, Datenumfang und -qua­lität signifikant steigern und die User Experience mit Blick auf Merkmale wie die Seitenladezeit optimieren.

Darüber hinaus lasse sich mit Jentis festlegen, welche First-Party-Daten zur weiteren Verwendung weitergegeben werden. Das könne die Daten so pseudonymisieren, dass kein Rückschluss auf die digitale Identität eines Nutzers möglich ist. Damit sollen daten­erhe­bende Unternehmen den DSGVO-Anforderungen adäquat Rech­nung tragen. Laut Jentis benutzen bereits über 50 Unternehmen aus mehr als 15 Branchen, darunter zahlreiche Großkonzerne, die Technologie der Jungfirma.

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„Neues Kapital ermöglicht Schritt zum Scale-up“

Jentis will das erhaltene Wachstumskapital in die Weiterentwick­lung seiner Trackingtechnologie, die Intensivierung der internationalen Produktvermarktung sowie den personellen Ausbau des Teams investieren. Letzteres soll bis Ende des Jahres auf über 50 Mitarbeiter:innen anwachsen.  „Für uns als gerade einmal zweijähriges Startup stellen diese Seed-Runde und das Vertrauen, das unsere Investoren damit in uns setzen, einen großen Erfolg dar. Sie zeigt, dass der Markt erkennt, wie wichtig aus dem europäischen Datenschutzverständnis heraus entwickelte Datentechnologien im digitalen Ökosystem sind. Das neue Wachstumskapital ermöglicht uns den Schritt zum Scale-up“, so Thomas Tauchner, Co-CEO des Unternehmens.

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