2023 mit neuen Hitzerekorden

Wissenschaftler warnen: Fünf Natursysteme haben Kipppunkte bald erreicht

Klimaproteste. © Matt Hrkac (CC BY 2.0)
Klimaproteste. © Matt Hrkac (CC BY 2.0)

Fünf wichtige natürliche Schwellenwerte für das Klima könnten laut dem Global Tipping Points-Bericht demnächst überschritten werden, drei weitere noch bis 2030 folgen – sofern sich die Welt um 1,5 °C über die vorindustriellen Temperaturen hinaus erwärmt. Fallen diese Kipppunkte, könnte ein Dominoeffekt ausgelöst werden, dessen Folgen sich eventuell nicht mehr rückgängig machen lassen. Unterdessen dürfte 2023 das heißeste Jahr seit 1850 werden. Heuer wurden bereits mehrere „Rekorde“ aufgestellt.

Grönland und Permafrost

Zu den gefährdeten Kipppunkten gehören der Zusammenbruch der großen Eisschilde in Grönland und der Westantarktis, das großflächige Auftauen des Permafrosts, das Absterben von Korallenriffen in warmen Gewässern und der Zusammenbruch der atmosphärischen Zirkulation im Nordatlantik. Wenn ein Klimasystem kippt, könne dies die Funktionsweise des Planeten dauerhaft verändern, schreibt etwa der Guardian

Dem Global Tipping Points-Bericht zufolge ist zwar noch unklar, wann genau die Systeme kippen könnten, letztlich könnte es aber schnell gehen. Und: Neben den fünf akuten Kipppunkten könnten in den nächsten Jahren weitere hinzukommen. Dazu gehören Mangroven und Seegraswiesen, die in einigen Regionen absterben dürften, wenn die Temperaturen zwischen 1,5 °C und 2 °C steigen, sowie boreale Wälder, die bereits bei einer Erwärmung von 1,4 °C oder erst bei 5 °C kippen könnten.

Kipppunkte mit Dominoeffekt

Groß ist auch die Gefahr von „Kippkaskaden“, also dem erwähnten Dominoeffekt. Wenn beispielsweise der grönländische Eisschild abbricht, könnte dies zu einer abrupten Verschiebung deratlantischen Umwälzzirkulation“ führen, einer wichtigen Strömung, die einen Großteil der Wärme in den Golfstrom leitet. Dies wiederum kann die südliche ElNiñoOszillation verstärken, eines der stärksten Wettermuster auf dem Planeten – und beispielsweise der Grund, warum sich Australien bereits auf einen heißen und trockenen Sommer vorbereitet. Das Phänomen tritt durchschnittlich alle vier Jahre auf, wird durch den Klimawandel aber intensiver. 

2023 heißestes Jahr seit 1850

Währenddessen heizt sich der Planet immer weiter auf: Laut dem EU-Klimawandeldienst Copernicus war und ist das laufende Jahr global gesehen das wärmste seit Beginn der Aufzeichnungen Mitte des 19. Jahrhunderts. 2023 wird wohl einen Rekord bei der globalen Durchschnittstemperatur aufstellen, es wird wohl das wärmste Jahr seit 1850 werden. Bis Anfang Dezember lagen die globalen Durchschnittstemperaturen 1,46 Grad Celsius über dem vorindustriellen Referenzzeitraum von 1850 bis 1900.

1,5°C-Grenze voraussichtlich in sieben Jahren überschritten

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