Happy End

Anexia übernimmt insolventes Startup Hex

Alexander Windbichler von Anexia und Philipp Hungerländer von Hex. © Anexia
Alexander Windbichler von Anexia und Philipp Hungerländer von Hex. © Anexia

Wow, was für eine Story – und dann noch eine mit Happy End. Wie wir berichtet haben, ist das Kärntner Software-Startup Hex rund Philipp Hungerländer Ende 2020 in ein Konkursverfahren geschlittert – die COVID-Krise war für die ambitionierten Pläne des jungen Unternehmens dann doch zu viel. Dann wurde bekannt, dass das insolvente Unternehmen einen Staatspreis erhält – die Jury hatte die Beurteilung abgegeben, bevor die Insolvenz bekannt wurde.

Nun betritt ein weiterer Kärntner Unternehmer die Bühne. Denn Alexander Windbichler von Anexia hat soeben bekannt gegeben, Hex zu übernehmen. Anexia, ein international tätiger Cloud-Anbieter, hat sich in den letzten Tagen in einem Bieterverfahren gegen 12 weitere Interessenten durchgesetzt und übernimmt jetzt die Anteile der Hex. Im Rahmen einer geordneten Restrukturierung wird nun die Fortführung des Betriebs gesichert und das Team sukzessive von Anexia übernommen, heißt es aus Kärnten.

Konkurs: Klagenfurter Software-Startup fällt der COVID-Krise zum Opfer

„Mit der Integration von Hex bekräftigen wir unser Ziel, die besten Köpfe für Anexia gewinnen zu wollen. Mathematik-Koryphäe Philipp Hungerländer und sein Team verstärken unsere Kompetenzen im AI-Bereich insbesondere mit ihren innovativen Algorithmen zur Optimierung von Prozessen. Wir freuen uns auf die zukünftige Zusammenarbeit mit den renommierten Wissenschaftlern und sind überzeugt, durch diesen Know- How-Gewinn das umfassende und innovative Cloud-Portfolio der Anexia noch weiter zu stärken“, heißt es seitens Windbichler, den wir vor kurzem zum Gründer der Woche kürten. „Zudem bietet es uns die Möglichkeit, auch für andere Branchen neue, zukunftsweisende Lösungen rund um unsere Cloud Plattform anzubieten. Damit sind wir in der Lage, unsere Marktstellung langfristig zu stärken.“

Gründer der Woche: Der Kärntner Founder, der ein Millioneninvestment ablehnte

„Anexia am attraktivsten“

Hex, 2017 vom Mathematik-Professor Philipp Hungerländer gegründet, hat sich auf Software für die Optimierung in der Logistik spezialisiert. „Ich hatte Angebote von mehreren Unternehmen vorliegen, allerdings waren die Rahmenbedingungen, die uns Anexia bietet, die mit Abstand attraktivsten. Es können die Arbeitsplätze aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhalten werden und es wird langfristig mit ihnen geplant. Zusätzlich ist die Erfüllung der bestehenden Kunden- und Forschungsaufträge gesichert und es wird in die Weiterentwicklung der bestehenden Geschäftsfelder und Produkte der Hex investiert. Die etablierten Prozesse und die Organisationsstruktur der Anexia werden uns dabei helfen. Es ist ein schönes Gefühl, jemanden zu haben, der an uns glaubt“, so Hungerländer. Mit Anexia habe man nun einen stabilen und finanzstarken Partner.

„Ich freue mich riesig über das erfolgreiche Bieterverfahren um das enorme Know-How der Hex, in dessen Rahmen mehrere absolut professionelle österreichische Unternehmen mit jeweils tollen Visionen geworben haben“, so Masseverwalter Michael Pontasch-Müller. „Ich hoffe, dass dieses Verfahren als Musterbeispiel für eine gelungene, frühzeitige Sanierung gelten wird, die erheblichen Mehrwert für alle Beteiligten bringt. Durch diesen Prozess konnten auch die Arbeitsplätze erhalten werden und gleichzeitig in der Sanierung ein Optimum für die Gläubiger herausgearbeitet werden.“

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