Energieeffizienz

Bill Gates investiert in Klimaanlagen-Startup Blue Frontier

Klimaanlage von Blue Frontier © Blue Frontier
© Blue Frontier

Breakthrough Energy Ventures, die Clean-Tech-Initiative von Bill Gates, investiert laut t3n im großen Stil in das Klimaanlagen-Startup Blue Frontier. Sie führt damit eine Series A-Finanzierungsrunde in Höhe von satten 20 Millionen Dollar in das Jungunternehmen aus Florida an. Bei Blue Ventures handelt es sich um eine im Jahr 2018 gegründete Jungfirma, die an einem smarten Klimatisierungssystem arbeitet, das so energiesparend wie möglich sein soll – angesichts der Klimakrise und der aktuellen Hitzewellen in Europa ein vielversprechendes Konzept.

Student:innen entwickeln klimapositives E-Auto – CO2-Aufnahme aus der Luft

Werbung
Werbung

„Weniger als die Hälfte des Stroms benötigt“

Neben Breakthrough Energy Ventures sind auch der 2150 Urban Tech Sustainability Fund und Volo Earth Ventures an der Finanzierungsrunde beteiligt. Herkömmliche Klimaanlagen verwenden einen Dampfkompressionszyklus zur Kühlung der Luft. In diesem System wird Kältemittel für die Kühlung verwendet. Blue Frontier will Klimaanlagen revolutionieren, indem sie in ihren Anlagen stattdessen eine Salzlösung einsetzt.

„Das bedeutet, dass die Klimaanlage weniger als die Hälfte des Stroms benötigt als ein herkömmliches System. Außerdem muss unsere Anlage keinen Strom verbrauchen, wenn sie in Betrieb ist, so dass wir den Stromverbrauch in Zeiten außerhalb der Spitzenlastzeiten verlagern können, wenn der Strom am billigsten ist und aus erneuerbaren Energiequellen stammt“, heißt es von dem US-Startup.

Keine Brunnen, kalte Duschen: Hannover zeigt, wie im Winter Energie gespart wird

Kampf gegen hohe Treibhausgas-Emissionen

Nicht nur ist es das Ziel von Blue Frontier, Energie beim Kühlen zu sparen. Das Jungunternehmen bezeichnet seine Lösung auch als eine „bessere Klimaanlage“. Mit dem System sei es nämlich möglich, die Steuerung der Luftfeuchtigkeit von der Steuerung der Lufttemperatur zu entkoppeln. Das sei mit herkömmlicher Klimatechnik nur schwer zu erreichen. Wegen der massiven Erhitzung in den Städten ist es dringend nötig, neue Formen der Abkühlung zu finden, die nicht noch mehr Energie verbrauchen und so die Klimakrise weiter verschärfen. Es gibt hier bereits eine Reihe von neuen Innovationen (wir berichteten), doch energiesparendere Anlagen wären ebenfalls ein wichtiges Element einer nachhaltigeren Strategie.

Laut einer im März veröffentlichten Analyse von Forschenden des National Renewable Energy Laboratory des US-Energieministeriums und des Palo Alto Research Center von Xerox sind Klimaanlagen derzeit für fast vier Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich. Diese Emissionen werden voraussichtlich noch zunehmen, da immer mehr Menschen Klimaanlagen installieren, insbesondere in Indien, China und Indonesien.

Hitzewelle: So lassen sich Städte „Grün und Blau“ abkühlen

Blue Frontier installiert erste Testeinheiten

Bei den Treibhausgasen könnten die Anlagen von Blue Frontier im Vergleich zu gewöhnlichen Geräten jedoch bis zu 87 Prozent einsparen, sagt die Jungfirma gegenüber CNBC. Einige Testeinheiten werden 2022 in Gebäuden installiert, eine weitere Runde vorkommerzieller Einheiten soll 2023 in Gebäuden eingebaut werden. Das erste kommerzielle Produkt für gewerbliche Gebäude soll 2025 verfügbar sein. Und wenn alles gut geht, soll 2026 oder 2027 ein Produkt für Wohngebäude auf den Markt kommen.

Specials unserer Partner

Jobs

Die besten Artikel in unserem Netzwerk

Deep Dives

Podcast: Mit den smartesten Köpfen im Gespräch

Der Podcast von Trending Topics und Tech & Nature

Klimaheld:innen

Powered by WKO
Die Investor:innenrunde der neunten Staffel von 2 Minuten 2 Millionen © PULS 4 / Gerry Frank

2 Minuten 2 Millionen | Staffel 9

Die Startups - die Investoren - die Deals - die Hintergründe
Kambis Kohansal Vajargah, Leiter der Startup Services der WKÖ © Trending Topics

Launch-Hub für Startups

Powered by Gründerservice der Wirtschaftskammer

Weiterlesen