NFT-Branche

Bis zu 47,5%: Empörung über hohe Gebühren in Zuckerbergs Metaverse

© Meta

Das (oder die) Metaverse(n) soll bereits 2024 ein etwa 800 Milliarden Dollar großer Markt sein – und das hat letztendlich auch Mark Zuckerbergs Meta auf den Plan gerufen. Denn das leidende Social-Media-Unternehmen sucht derzeit sein Heil in einem neuen Trend namens Web3, der viele neue Einnahmemöglichkeiten mit digitalem Content verspricht.

Meta hat dazu nicht nur „Horizon Worlds“ als virtuelle Welt gestartet, sondern mit den „Meta Quest“-Headsets auch gleich die passenden VR-Brillen am Markt (ehemals bekannt unter der Marke Oculus), mit denen man in die virtuellen Welten abtauchen können soll. Damit diese 3D-Welt auch mit viel Leben erfüllt wird, können Entwickler:innen dafür virtuelle Güter erstellen und in „Horizon Worlds“ verkaufen.

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Und da will Meta fett mitverdienen. So wird zum einen eine 30-Prozent-Gebühr von den Entwickler:innen im Meta Quest Store als Vermittlungsprovision verlangt, und dann kommt noch eine 25-Prozent-Gebühr in Horizon Worlds selbst dazu. Macht unterm Strich bis zu 47,5 Prozent Gebühr, um virtuelle Gegenstände (und da reden wir noch nicht einmal von NFTs) in Zuckerbergs neue Online-Welt zu bringen.

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Kritik an satten Gebühren

„Wenn ein Creator einen Gegenstand für 1,00 $ verkauft, beträgt die Gebühr für den Meta Quest Store 0,30 $ und die Gebühr für die Horizon-Plattform 0,17 $ (25 % des Restbetrags), so dass für den Schöpfer 0,53 $ vor allen anfallenden Steuern übrig bleiben“, so ein Konzern-Sprecher gegenüber Business Insider, die zuerst auf die hohen Gebühren aufmerksam machten.

Das sind satte Kosten für ein Metaversum, das sich eigentlich noch überhaupt nicht etablieren konnte und vor allem in Werbe-Videos lebt. Amüsant ist dabei, dass Mark Zuckerberg selbst noch die 30%-Gebühr von Apples App Store kritisierte – nur um die Latte jetzt noch mal nach oben zu legen. Auch wenn die virtuellen Gegenstände für „Horizon Worlds“ keine NFTs sind, werden sie mit jenen in anderen Metaversen verglichen. Dort liegen die Gebühren deutlich niedriger, sofern es überhaupt das Geschäftsmodell Gebühren gibt. Der NFT-Marktplatz OpenSea etwa verlangt eine Gebühr von 2,5 Prozent vom Verkaufspreis (Trending Topics berichtete).

Während man bei Meta diese Gebühren für sehr „wettbewerbsfähig“ hält, macht sich der Rest der Krypto-Branche darüber lustig. Die satten Gebühren wären eigentlich eine Wohltat für andere Anbieter:innen – weil Entwickler:innen dann eben bei The Sandbox oder Decentraland bleiben würden.

 

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