Krypto-Assets

Bitcoin schießt auf 51.000 Euro – nur mehr 9% vom Allzeithoch entfernt

Bitcoin am Geldautomaten. © Old Money on Unsplash
Bitcoin am Geldautomaten. © Old Money on Unsplash

Wir erinnern uns: Am 14. April 2021 hat BTC sein bisheriges Allzeithoch bei 55.879 Euro (oder 64.863 Dollar erreicht) und damit die gesamte Krypto-Industrie während dem Coinbase-Börsengang in absolute Euphorie versetzt. Nichts schien mehr unmöglich – bis eine Reihe schlechter News aus China, Regulierungsbehörden und der Tesla-Zentrale den Kurs wieder nach unten schickte. Das (relative) Sommerloch von Mai bis August/September hat aus dem Bitcoin-Kurs (und damit der gesamten Marktkapitalisierung von Krypto-Assets) einen Doppelhöcker gemacht.

Nun bekommt Bitcoin seine zweite Luft und sprintet den Vorhersagen vieler auf ein großes Jahres-Finish zu. In der Nacht auf Freitag hat BTC an internationalen Exchanges den Preispunkt von 51.000 Euro überschritten und ist damit nur mehr neun Prozent unter seinem eigenen Bestwert. Ether (ETH) liegt derzeit bei knapp 3.300 Euro und ist damit noch 13,5 Prozent unter dem eigenen All-Time High von 3.758 Euro. Der Rest des Marktes folgt derzeit mehr oder weniger den beiden Branchen-Leadern.

 

Die Stimmung ist derzeit gut, vor allem in den USA, wo Trader in der Nacht auf Freitag für den Schub am Markt gesorgt haben dürften. Denn dort wird erwartet, dass bereits am Montag die mächtige US-Börsenaufsicht SEC den Betreibern von Exchange Traded Funds (ETFs) erlauben könnte, Bitcoin Futures in die Portfolios aufzunehmen. Konkret geht es um das Ansuchen von ProShares und dessen Bitcoin Futures ETF. Bekommt der grünes Licht, dann könnten mit Valkyrie, Galaxy Digital, VanEck, ETF Series Solutions, ARK Invest und Invesco gleich eine Reihe anderer Anbieter ebenfalls mit Bitcoin Futures ETFs um die Ecke kommen.

Wie es sich für die Krypto-Industrie gehört, beruht der Preis-Push – natürlich – auf Gerüchten, die die Spekulation antreiben. Fix ist derzeit nix, aber den hungrigen Tradern reichen Gerüchte meistens, um noch einmal ins Risiko zu gehen. „Buy the rumors, sell the news“, wie man so schön sagt. Kommen die Bitcoin Futures ETFs in den USA wirklich, dann wäre das für viele Kleinanleger die einfache Möglichkeit, in das Krypto-Asset zu investieren, ohne sich groß um die Einzelheiten kümmern zu müssen.

Nach diesem kurzfristigen Effekt warten aber noch mehrere andere, größere Trends auf Bitcoin in diesem Jahr. Hier ein Überblick:

  • Technisches Upgrade: Mit Taproot wird voraussichtlich am 16. November 2021 ein Fork für das Bitcoin-Netzwerk live gehen, der mehr Möglichkeiten für Entwickler hinsichtlich Smart Contracts (=DApps) bringen soll. Derzeit ist vor allem Ethereum, aber auch Cardano, Solana, Polkadot und andere für solche dezentralen Anwendungen berühmt. Möglich, dass Bitcoin nach dem Upgrade mehr solcher Angebote bekommt, was das Netzwerk insgesamt stärken könnte. Das bleibt aber abzuwarten

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  • Inflation: Die voranschreitende Geldentwertung nach der rasanten Gelddruckerei zur Bekämpfung der Corona-Krise ist für alternative Investments und also auch für Bitcoin ein großer Grund für viele, in das Asset zu investieren. Wie berichtet ist die Inflation in den USA (5,4 Prozent) und im Euro-Raum (3,4 Prozent) jeweils auf den höchsten Wert seit 13 Jahren geklettert und verteuert Mieten, Energie, Waren und Dienstleistungen. Jene, die es sich leisten können und der Geldentwertung nicht untätig zusehen wollen, wenden sich alternativen Investments zu

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  • Regulierung: DAC-8, MiCA, Krypto-Besteuerung, you name it: Überall auf der Welt ist zu spüren, dass sich die Schlinge der Regulierungsbehörden um die Krypto-Industrie immer enger zieht. Während das Player wie Binance und Tether sehr unruhig macht, wird das den bereits regulierten Anbietern in die Hände spielen. Man kann nun mehrere Effekte vermuten: 1. So lange es noch Grauzonen gibt, werden diese ausgenutzt, und zwar je früher desto besser. 2. Neue Steuern und strenge Finanzregeln machen der Branche Nutzer abspenstig 3. Regulatorische Klarheit wird noch mehr Investoren – von Retail bis Institutionelle – in den Sektor bringen.

Was die kommende Bitcoin-Steuer für Krypto-Trader bedeutet – mit Blockpit-CEO Florian Wimmer

 

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